The Gift

Simon und Robyn ziehen in ein neues Haus im Vorort von Los Angeles. Es gefällt ihnen. Ein Präsent zum Einzug ins neue Haus? Nichts besonders. Es ist vom alten Schulkameraden Gordo, der sie zurück in der alten Heimat begrüßt. Woher er die Adresse hat? Gute Frage, aber bestimmt keine außergewöhnliche Sache. Doch dann wird Gordo zunehmend aufdringlicher und Simon ist gezwungen sich mit ihm und seiner Vergangenheit auseinander zu setzen. Eine düstere Hetzjagd beginnt.

„The Gift“ (Kinostart: 26. November 2015), hat einen Stalker als Thema, der die scheinbar perfekte Welt, hier die des Paares Simon und Robyn, bedroht. An sich keine neue Idee (Ähnliche Idee: „The Perfect Guy“). Doch dieser Film überzeugt mit den unvorhergesehenen Richtungswechseln. So kommt es auch vor, dass man im Laufe der Entwicklung die eigenen Sympathien zu verschiedenen Akteuren hinterfragt. Das macht die Auflösung des Konflikts spannend. Auffallend ist hier auch die Musik, die maßgeblich und sehr gut mit den Bildern spielt und eine Atmosphäre schafft, die auch die Zuschauer zum Fürchten bringt. Endlich haben die Filmemacher zur Bewerbung auch mal einen Trailer veröffentlicht, der zwar einen Einblick in die Handlung gibt, aber lange nicht alles vorwegnimmt.

Der Konflikt nimmt zu Beginn zwar Fahrt auf, hat aber auf Dauer das Problem das hohe Tempo zu halten. Es wird viel mit der Psyche gespielt, die eben Zeit braucht um zu wirken. Im Gegensatz zu „The Gift“ ist beispielsweise „The Perfect Guy“ etwas gewalttätiger und damit auch kurzweiliger.

Wir haben uns sehr gut unterhalten gefühlt, auch weil es mal etwas anderes ist. Auch als erfahrener Kinogänger zuckt man das ein oder andere Mal im Sitz zusammen. Insgesamt eine sehr solide Leistung vom Regiedebütant Joel Edgerton (der im übrigen selbst die Rolle von Gordo spielt).

Fazit: Ein Film, dessen Trailer endlich mal nicht alles verrät. Spannung garantiert, da aber viel mit den Ängsten gespielt wird, herrscht nicht Non-Stop Nervenkitzel.

8 von 10 Maiskörnern

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6 Gedanken zu “The Gift

    1. Hey shalimamoon,
      tätsächlich ist das etwas, was irgendwie bei immer mehr Filmen zu beobachten ist: Unter 2 Stunden ist gefühlt kaum noch was im Kino und dadurch wird irgendwie vieles ganz schön langatmig…
      Gruß
      Florian

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      1. Shalima reicht 😉
        Mit 109 Minuten ist the Gift eigentlich ein Film mit normaler bzw. durchschnittlicher Filmlänge. Daher finde ich ihn nicht langatmig erzählt. Ich bezog mich eher darauf, dass er sehr langsam und ruhig erzählt wurde, was sehr passend für den Film ist und ihn auch so gut macht, aber nicht meinen persönlichen Filmgeschmack trifft.

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  1. Pingback: Jane Got a Gun | Popcornfilme

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