Bridge of Spies – Der Unterhändler

Europa in den 60er-Jahren: Der Kalte Krieg spitzt sich zu, die Regierungen taktieren, um möglichst entschlossen zu wirken. In diese Zeit fällt die Geschichte des New Yorker Anwalts James B. Donovan, der als Anwalt in Versicherungsangelegenheiten eine Strafsache übernimmt. Er verteidigt einen vermeintlichen russischen Spion. Nur wenig später verunglückt ein amerikanischer Pilot über sowjetischem Land. Donovan schlägt einen Austausch vor, doch keine Regierung will als Verlierer aus dem Deal herausgehen: Jeder misstraut jedem. Dargestellt wird eine wahre Geschichte, die sich, wenn man die Filmbeschreibungen betrachtet, genau so abgespielt haben soll.

In Bridge of Spies – Der Unterhändler (Kinostart: 26. November 2015) spielt Tom Hanks einen Anwalt, der eigentlich kein Held sein will, sondern sich nur der Menschheit verpflichtet fühlt. Es ist mal wieder eine Rolle, die er einfach gut ausfüllen kann: Mit seinem Blick kann nur Hanks so gut ausdrücken, dass er eigentlich niemandem schaden will. Der Film zeigt auf eindrückliche Weise ein dramatisches und chaotisches Kapitel der Weltgeschichte, die gezeichnet ist von der Angstvorstellung, dass jeden Moment ein Bombenangriff von der jeweils anderen Partei droht.
Die Szenenbilder sind aufwendig gestaltet und kommen erstaunlich realistisch rüber. Der Zuschauer fühlt sich in die Zeit des Kalten Kriegs zurückversetzt und hat einen Einblick, wie es hinter den Kulissen der so vermeintlich souveränen Regierungen aussieht. In der Gesamtheit ist der Film eine Mischung aus menschlichen Dramen, Spionagethriller und der Menschlichkeit, die trotz aller Umstände nicht verloren geht.

„Bridge of Spies“ ist ein einprägsamer Film, allerdings keiner, den man sich unbedingt mehrmals anschauen muss. Der Zuschauer fühlt mit Hanks mit, lacht auch über die Ehrlichkeit in den ernsten Situationen, es ist also kein rein statischer, faktenlastiger Film. Doch es schwingt die Trockenheit, die in dieser Zeit eben herrschte im kompletten Film mit.

Fazit: Sehenswerte und anschauliche Darstellung einer Gegebenheit, die sich durchaus so abgespielt haben könnte. Doch Hanks emotionaler Auftritt kann nicht die langwierigen Verhandlungen wettmachen.

7 von 10 Maiskörnern

Ein Gefällt mir auf unserer Facebook-Seite sorgt dafür, dass du keine unserer Kritiken verpasst.

Advertisements

Deine Meinung zum Film

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s