Ich bin dann mal weg

Um die Jahrtausendwende sieht es nicht gut aus um den gesundheitlichen Zustand von Komiker Hape Kerkeling. Nachdem auch der Arzt ihm zu einer Auszeit rät, beschließt er im Sommer 2001 eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Spanien zu machen. Seine Erfahrungen veröffentlichte er 2006 im Buch „Ich bin dann mal weg“. Jetzt, neun Jahre später, erscheint der gleichnamige Kinofilm (Kinostart: 24.12.2015).

Auf seiner Reise sieht sich Kerkeling mit psychischen und physischen Problemen konfrontiert: Er ist untrainiert und sich noch nicht einmal im Klaren, welches persönliches Ziel er überhaupt erreichen will. Während seiner Wanderung lernt er aber sich selbst und seinen Glauben besser kennen.

Was sich in der Inhaltsbeschreibung nach einer übersinnlichen Geschichte anhört… ist es auch im Film. Natürlich steht die Person des Hape Kerkeling im Mittelpunkt, der seine Gedanken gegenüber den Mitreisenden äußert oder, wenn niemand da ist, als Gedankenmonolog aus dem Off mitteilt. So erlebt der Zuschauer, wie sich die Einstellung von Kerkeling im Laufe der Zeit verändert. Im Mittelpunkt des gesamten Films steht also nur dieses eine Thema.
Da Kerkeling in Deutschland eine durchaus bekannte Person ist, fällt es auf, dass nicht er, sondern mit Devid Striesow nur eine äußerlich ähnliche Person die Hauptrolle spielt. Wer sich auf die Gedankengänge im Film einlässt, sieht einen interessanten Film. Auch die in Kerkelings Natur liegende Komik kommt zu Tage, aber nur in einem begrenzten Rahmen.

Fazit: Ganz unterhaltsam, aber eine starke Fokussierung auf die Besinnung des Lebens.

6 von 10 Maiskörnern

Ein Gefällt mir auf unserer Facebook-Seite sorgt dafür, dass du keine unserer Kritiken verpasst.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Ich bin dann mal weg

  1. Ich habe von dem Film erst einmal Abstand genommen, weil mir schon der Trailer zu sehr nach einer lebenserweiternden Erfahrung für Kerkeling, aber nicht für den Zuschauer aussieht. Vor ein paar Wochen ist ein ähnlicher Film über den Autor Bill Bryson erschienen mit A walk in the woods – Picknick mit Bären. Den kann ich nur wärmstens empfehlen, da der wirklich mit viel Humor das Thema aufgreit

    Gefällt mir

Deine Meinung zum Film

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s