The Revenant – Der Rückkehrer

Nach „Birdman“ ist es der zweite Film von Alejandro González Iñárritu, der heiß für einen Oscar gehandelt wird: „The Revenant – Der Rückkehrer“ (Kinostart: 6. Januar 2016). Gezeigt wird das Schicksal des Felljägers Hugh Glass, gespielt von Leonardo DiCaprio, auf seinem schwierigen Weg zurück in die Zivilisation.

Im 18. Jahrhundert ist Glass ist mit einer Gruppe Männer auf dem Weg zurück in die Heimat. Dann wird er von einem Braunbären angegriffen und schwer verwundet. Nach anfänglichen Rettungsversuchen werden ihm kaum Überlebenschancen gegeben und so wird er zurückgelassen. Doch tot ist Glass nicht und so kämpft er sich zurück um sich für den gewaltsamen Tod an seinem Sohn zu rächen.

Der Film basiert auf einem Roman, der wiederrum auf wahren Begebenheiten in der amerikanischen Geschichte beruht. Der Bärenangriff und der mühsame Rückweg sollen so ähnlich stattgefunden haben. Da Glass auf diesem Weg größtenteils auf sich alleine gestellt ist, gibt es viele dialoglose Stellen. Auch gibt es viele ansehnliche Naturaufnahmen, die ebenso zu dieser besonderen Atmosphäre des Films beitragen. Doch genau die ist es, die den Film sehr langwierig macht, Spannung wollte sich zeitweise zwar aufbauen, konnte aber nicht dauerhaft aufrechterhalten werden. Dazwischen kamen immer wieder diese ruhigen und wenig mitreißenden Sequenzen. Wie häufig üblich bei Oscar-Anwärtern zeichnet sich der Film dadurch aus, dass er eher experimentell ist. Doch gerade deswegen hat sich nicht wirklich ein ‚Mitfiebern‘ entwickelt, was schade ist, denn der Stoff hätte es sicher zugelassen.

Überzeugt hat allerdings die sehr gute Kulissengestaltung und die Schauspielleistung. Die Story tritt dahinter zurück.

Fazit: In unsern Augen kein überzeugendes Überlebens-Drama sondern eher ein ‚Kunst‘-Drama.

5 von 10 Maiskörnern.

Ein Gefällt mir auf unserer Facebook-Seite sorgt dafür, dass du keine unserer Kritiken verpasst.

Advertisements

2 Gedanken zu “The Revenant – Der Rückkehrer

  1. Ich kann diese Wertung nicht ganz nachvollziehen. Sicherlich ist THE REVENANT nicht so lustig-fluffig wie Iñárritus Vorgängerfilm BIRDMAN, aber langweilig ist er auch nicht. Außerdem verstehe ich nicht ganz was du mit der Formulierung, der Film sei zu „experimentell“ meinst. Experimentalfilm ist für mich ein Film mit undefiniertem Farbenspiel ohne erkennbare Handlung. So ist THE REVENANT ja nicht. Er hat Handlung. Es dauert zwar eine Weile, bis diese sich entfalten kann, aber das muss ja auch nicht per se schlecht sein. Die Kameraführung ist großartig. Leo ist toll. Ich war begeistert.

    Gefällt mir

    1. Hallo Franziska,
      zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Aber wie auch schon Birdman hat uns The Revenant nicht wirklich überzeugt.
      Mit dem „experimentell“ soll angedeutet werden, dass sich der Film von den üblichen Blockbuster-Baukasten-Dramen unterscheidet, wo die Handlung von vorne rein mehr oder weniger klar ist. Davon wird sich ja hier explizit abgewendet. Klar, hat auch The Revenant ’ne Handlung. Die zieht sich halt einfach nur unnötig in die Länge. Bei uns wollte sich einfach keine Spannung aufbauen, was schade war, denn der Stoff hätte es sicherlich hergegeben.
      Wie unser Blog-Name schon vermuten lässt, sind wir eher Freunde des breiten Massenkinos. Hier geht es, wie schon bei Birdman, eher ein wenig in die Richung Arthouse. Was die Kameraführung und die Schauspielleistung angeht, sind wir ja einer Meinung. 😉

      Gefällt 1 Person

Deine Meinung zum Film

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s