Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten

Irland um 1950. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht und so wandern unzählige Iren in die Vereinigten Staaten aus – in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. So auch Eilis. „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“, ab 21.01.2016 im Kino, erzählt die Geschichte um eine junge Frau, die zwischen Heimweh, Sehnsucht, Liebe und Zerissenheit steht.

Eilis lässt ihre Heimat und Familie zurück, um in New York eine bessere berufliche Zukunft zu haben. Sie lebt in einer Pension mit anderen irischen Mädchen und hat eine Anstellung in einem Brooklyner Modegeschäft. Doch Eilis plagt schreckliches Heimweh, dem sie Ausdruck in unzähligen Briefen an ihre Schwester verleiht. Dann lernt Eilis bei einem irischen Tanzabend den jungen Italiener Tony kennen, in den sie sich verliebt und mit dem sie ihr Leben in den Vereinigten Staaten endlich genießen kann. Alles läuft gut – sie bekommt sogar die Chance auf berufliche Weiterentwicklung. Bis eine Familientragödie Eilis‘ Leben erneut aufwirbelt und sie beschließt für ein paar Wochen nach Irland zurückzukehren. Mit einem Geheimnis im Gepäck macht sich die junge Frau auf den Weg nach Hause, wo sich vieles zum Guten verändert hat. Vor allem der charmante Jim versucht Eilis zum Bleiben zu überzeugen. So steht Eilis nicht nur zwischen zwei Männern, sondern zwischen zwei gegensätzlichen Welten.

„Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ ist ein sehr schöner, herzergreifender Film, der sogar Romantik-Muffel überzeugen kann. Auch uns hat das Drama positiv überrascht. Auf die geschichtlichen Hintergründe wird in der Handlung nur indirekt eingegangen. Die Kamera fokussiert sich auf die Hauptfigur Eilis, die zu jeder Zeit im Mittelpunkt der Handlung steht und darin eine sagenhafte Entwicklung durchmacht. Am Anfang eher das geduckte, schüchterne, von Heimweh geplagte Mädchen, entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten, schönen, jungen Frau aus der Großstadt, die weiß was sie möchte. Allein für diese Leistung würden wir Saoirse Ronan den Oscar in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ wünschen. Die Handlung ist sehr melancholisch, aber auf einer Ebene in der die Romanik nicht in Kitsch ausartet, sondern indem man mit Eilis‘ Situation mitfühlen kann. Lediglich phasenweise gibt es kurze seichte Einbrüche. Die Geschichte ist mitreißend und sehr gut musikalisch untermahlen.

Fazit: Es macht Spaß, die Schauspielleistung von Saoirse Ronan anzusehen und Teil dieser berührenden Geschichte zu sein – selbst als Romantik-Muffel ist „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ schön anzusehen. Dennoch sollte man sich auf die emotionale Geschichte einlassen. Wir finden: Ein heißer Kanditat für die Oscars.

9 von 10 Maiskörnern

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