Deadpool

Ryan Reynolds schlüpft in das enge Kostüm der Marvel Comicfigur Deadpool (Kinostart: 11. Februar 2016). Im Film kämpft er anders als andere Superhelden nicht für die Unterdrückten, sondern nur für seine eigene Rache. Und wie der Held ist auch der Film kein Standard-Format sondern erfrischend anders.

Wade Wilson genießt sein Leben als Söldner, ist glücklich mit einer Prosituierten verheiratet. Doch dann kommt die Diagnose, die sein Leben verändern soll: Krebs im Endstadium. Da er kein Ausweg sieht, begibt er sich in eine experimentelle Behandlung, die seinem Körper die Fähigkeit zur Selbstheilung gibt – ihn aber auch sehr unansehnlich macht. Da er so seiner Freundin nicht unter die Augen treten will, sucht er den Verantwortlichen für seine Hässlichkeit, um durch ihn sein altes Aussehen zurück zu bekommen.

Von Beginn an ist der Film bissig humorvoll, actionreich und gut gemacht. Und dieses Niveau kann im Laufe des Streifens auch durchgehalten werden. Viele der Witze sind zwar recht flach, aber passen sich bestens in die Dialoge und Atmosphäre ein. Deadpool verkörpert einen mangelhaften Helden, der auch selbstironisch ist. So spricht er das Publikum an und reflektiert so seine Handlungen. Es kommt zu keinen Längen, die Handlung schreitet stetig auf ihr Ziel zu. Dem schaden auch die zahlreichen Rückblicke nicht, die eingebaut sind, um Deadpools Geschichte nachvollziehen zu können. Die Gag-Dichte ist hoch, die Story könnte allerdings „neuer“ sein. Es ist wie so oft, viele Elemente kommen einem bekannt vor, werden hier nur auf eine neue Art präsentiert.
Die Machart des Films ist solide gut, keine atemberaubenden Effekte, aber auch keine Low-Budget-Produktion. Schön ist auch, dass der Film auch noch Spaß-Elemente zu bieten hat, die noch nicht im Trailer verraten werden.

Fazit: Bissiger bis Schwarzer Humor, Action, und ein sympathischer Held: Deadpool. Sehr lustiger Film über einen etwas anderen Superhelden.

8 von 10 Maiskörner

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4 Gedanken zu “Deadpool

  1. Mir hat der Film extrem gut gefallen; da er halt auch in der Art und Weiße (Gewaltverherrlichung, tiefscharzer Humor,…) für mich überraschend war. Denn immerhin ist Marvel ja nun im Besitz von Disney, und Disney ist bekannt für deren eisernen „Familien-Linie“; was man jetzt über diesen Film definitiv nicht sagen kann dass er in diese Kategorie passt.

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  2. Der Trailer war zwar schon abgefahren, aber ich dachte ehrlicherweise es ist wie so oft: im Trailer die Witze rausgehauen und gut ist. Und das war es, was mich so überrascht hat, dass der Film echt konsequent ist. Ich find es echt mal erfrischend, nicht immer nur das übliche Helden-Gewäsch zu sehen, sondern auch mal was, was total aus der Reihe fällt!
    Bin auch mal gespannt auf Suicid Squad, der ja auch potential hat etwas verrückter zu werden. Aber wenn sie jetzt noch Szenen nachdrehen um „lustiger“ zu werden… Oder sehe ich das falsch? 😀

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  3. Der Film war an sich wirklich gut, das einzige was mich echt gestört hat, war die (so hab ich das zumindest empfunden) extrem vorhersehbare Handlung – es gab irgendwie keinen einzigen Plot-Twist was den Film, nach allem was ich gehört hatte (er wurde ja bis in den Himmel gelobt) eher enttäuschend gemacht hat… 😟
    Schade, den ansonsten war er nämlich erfrischend anders, was die Einstellungen des „Superhelden“ angeht 😎

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