Hail, Caesar!

Clooney und die Coen-Brüder kann man wohl mittlerweile als eingespieltes Team bezeichnen. Bereits drei Mal haben sie zusammen gearbeitet, „O Brother, Where Are Thou?“ (2000), „Ein (un)möglicher Härtefall“ (2003) und „Burn After Reading“ (2008). Mit „Hail, Caesar!“ (Kinostart: 18. Februar 2016) kommt nun der vierte Film mit diesen drei Ikonen der Filmwelt ins Kino.

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Laurence Laurentz (Ralph Fiennes) hat es nicht leicht in seinem Job: Als erfolgreicher Regisseur  weiß er, wie die Welt in Hollywood in den 1950ern tickt. Doch statt mit Filme drehen, ist er mehr mit der Lösung der Problemchen der Stars beschäftigt. So droht ein Filmprojekt zu scheitern, weil sich Regisseur und ein lispelnder Schauspieler nicht einigen können. Die Klatschreporter-Zwillinge Thora und Thessaly Thacker (beide Tilda Swinton) sind stets auf der Suche nach dem neuesten Skandal. Und als Baird Whitlock (George Clooney) plötzlich vom Filmset verschwindet, könnten die Thackers auch noch fündig werden. Laurentz ist bemüht, das Verschwinden, welches eine Entführung zu sein scheint, möglichst schnell aufzuklären, damit der Filmdreh weiter gehen kann.

Die Coen-Brüder sind bekannt für ihre Filme, die einfach etwas anders sind. Phasenweise überschreiten sie mit ihren absurden Handlungen damit die Grenze des Popcornkinos. Auch „Hail, Caesar!“ ist hart an dieser Grenze unterwegs. Die Story schwankt zwischen einer genialen Persiflage über das Hollywood-System und einfach nur doofen und unlustigen Gags.

Auch wenn der Film mit einer Vielzahl an Größen wie George Clooney, Josh Brolin, Scarlett Johansson oder Channing Tatum besetzt ist, die auch in seichterer Kinokost zu sehen sind, bleiben die Coen-Brüder ihrem Ruf treu.

Somit bekommen die Zuschauer ein groteskes Kinokunstwerk zu sehen, auf das man sich einlassen soll. Wenn man das tut, entdeckt man einige „versteckte“ Spitzen gegen Hollywood. Tut man dies nicht, dann kommt der Film einfach nur dämlich und sinnbefreit daher. Positiv zu vermerken ist das schnelle Tempo und die vielen Kulissen und zahlreichen Gast- und Kurzauftritte einiger Stars, die die Story zwar oft nicht wirklich voran bringen, aber für eine gewisse Unterhaltung sorgen. Vor allem die musikalischen Einlagen sind amüsant inszeniert.

Fazit: Ein Film, der schwer in Worte zu fassen ist. Versucht man es, kommt man auf: grotesk, absurd, anders. Das kann positiv sein – muss es aber nicht.

5 von 10 Maiskörner

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