Trumbo

Nach Anne Frank bleiben wir zeitlich in den 1940 Jahren, springen aber über den großen Teich in die Vereinigten Staaten. Dalton Trumbo ist ein gefragter Drehbuchautor, gerät allerdings in das Visier der Kommunistenjäger. Die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte von „Trumbo“, mit dem Oscarnominierten Bryan Cranston in der Hauptrolle, ist ab 10. März 2016 in den deutschen Kinos zu sehen.

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Eigentlich läuft für Dalton Trumbo und seine Familie alles gut: Seine Drehbücher werden sehr geschätzt und er lebt ein zufriedenstellendes Leben. Doch als bekennender Kommunist belegen ihn die Politiker des „Komitees für unamerikanische Umtriebe“ mit einer Haftstrafe und einem Berufsverbot. Der Grund dafür ist die Angst, dass Trumbo seine politische Einstellung in seinen Filmen verstecken und so eine klassenlose Gesellschaft schaffen will. Doch auch von den Strafen lässt sich Trumbo nicht unterkriegen und schreibt unter Pseudonymen weiter, und das sogar sehr erfolgreich. Nach und nach wird man wieder auf ihn aufmerksam und er setzt alles daran, wieder aus der Versenkung aufzutauchen.

In einer erstaunlichen Geschwindkeitkeit beschreibt der Film die politische Geschichte Hollywoods zwischen 1947 und 1959. Es wird ein unterhaltsames Portrait des aus amerikanischer Sicht umtriebigen Autors gezeichnet, der trotz vieler Rückschläge nicht aufgeben will. Die Story ist recht gradlinig und dreht sich, wie es sich für ein Biopic gehört, fast ausschließlich um Doltan Trumbo. Dabei lässt sich gut mitfühlen, wie sich sein Charakter von einem glückerfüllten und erfolgreichen Vater zu einem verbissenen Aussenseiter wandelt. Die Stimmung schwankt zwischen der Situationskomik und ernsten emotionalen Sequenzen. Schauspielerisch zweifelsohne eine gute Leistung, nicht nur vom oscarnominierten Cranston. Auch Trumbos Weggefährten, Schauspieler wie auch die Film-Verantwortlichen, stehen dem Hauptcast zumindest teilweise in nichts nach. Kulisse und Kostüm unterstützen dies, indem sie für eine glaubwürdige Atmosphäre sorgen.

Fazit: Einblicke in die nicht unbedingt schillenderen Hollywood-Zeiten, mit einem ähnlich dunklen Humor.

8 von 10 Maiskörnern

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4 Gedanken zu “Trumbo

    1. Zum Glück gibt es ja DVDs und Video-On-Demand für alle, die es nicht ins Kino schaffen 🙂 Das Jahr ist zwar gerade mal drei Monate alt, aber auch bei uns steht auf der DVD-Wunschliste schon einiges was wir verpasst haben 😉

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Filmkritik: Trumbo | Ma-Go Filmtipps

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