Der Spion und sein Bruder

Die Filme von Sacha Baron Cohen sind mittlerweile berühmt, aber nicht für ihre tiefgründige und anspruchsvolle Story. An sich sind das ja beste Voraussetzungen für einen Popcornfilme in seiner Definition als einfaches Unterhaltungskino. Ob diesem Anspruch der Film „Der Spion und sein Bruder“ (Kinostart: 10. März 2016) gerecht wird?

Der Spion und sein Bruder

Der einfach gestrickte Nobby (Cohen) lebt in einer kleinen Hafenstadt in England gemeinsam mit seiner Frau und unzähligen Kindern. Sein Bruder Sebastian (Mark Strong) hat er im Kindesalter aus den Augen verloren, doch durch Zufall entdeckt er ihn wieder. Sebastian ist mittlerweile Geheimagent beim MI6 und das Zusammentreffen passt ihm gerade überhaupt nicht in den Kram. Denn er ist gerade dabei ein Attentat zu vereiteln, welches die gesamte Welt bedroht. Und dann rückt Sebastian auf einmal selbst ins Visier des britischen Geheimdienstes.

Mit gerade einmal 83 Minuten Spielzeit ist es eine sehr kurze und dafür auch rasante Action-Komödie. Es wird nicht mal versucht mit den Charaktern in die Tiefe zu gehen, auch wenn man mal für eine längere Zeit den Saal verlassen würde, würde man noch sämtliche Gags verstehen. Diese drehen sich dann hauptsächlich um Geschlechtsverkehr, Penisse und Sperma. Und das sagt eigentlich auch schon alles über den Film aus. Bis zum Finale wird diese Thematik immer weiter gesteigert. Unterbrochen wird diese Gagparade nur von wilden Schießereien und Ortswechseln. Positiv aufgefallen sind hier jedoch die vielen aktuellen Bezüge (USA-„Präsidentschaftskanditat“ Donald Trump, HIV, FIFA-Korruption…) und die vielen Chart-Hits zum Untermalung der Situation. Insgesamt betrachtet eine äußerst dämliche Jams-Bond-Parodie, mit einfacher Handlung und vielen Penissen. Fans von Sacha Baron Cohen werden auch hier wieder auf ihre Kosten kommen, doch die Vielzahl der Zuschauer wird sich wohl eher in den Kinosessel schämen.

Fazit: Eigentlich nur Witze tief unter der Gürtellinie. Aber eins muss man „dem Spion und seinem Bruder“ lassen: Es ist absout unvorhersehbar, wie tief das Gag-Niveau sinkt.

3 von 10 Maiskörnern

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2 Gedanken zu “Der Spion und sein Bruder

    1. Ja, das dachte ich auch. Mark Strong kann ja wirklich was. Aber ich dachte mir schon bei dieser „Sneak Preview“ bei Kimmel (https://www.youtube.com/watch?v=wP_9wGAdrNQ), dass der Film grauslig sein muss. Mir gefiel sehr die Review in der „Welt“. Der Autor meinte: „Im Kinosaal, eine Pressevorführung übrigens, wurde viel gelacht. Ich glaube, wer bei so einem Film lacht, kann kein Mensch sein. Andererseits nur ein Mensch kann bei so etwas lachen.“ (http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article153176807/Ich-haette-das-Kino-frueher-verlassen-sollen.html)

      Ich hab den Film nicht gesehen und werde es auch nicht tun. Ich mag diesen Pippikackahumor einfach nicht.

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