The Lady in the Van

Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen, vor allem nicht wenn sie in einem Van in der eigenen Einfahrt leben. Um genau eine solche anhängliche, aber zugleich abweisende Nachbarin geht es im neuen Kinofilm „Lady in the Van“ (Kinostart: 14. April 2016).

Lady in the Van

Die Handlung basiert lose auf einer wahren Begebenheit, die schon als Buch und Theatherstück veröffentlicht wurde. Es geht um die ehemalige Nonne Mary Shepherd, die seit Jahren auf der Flucht vor dem Gesetz verwahrlost und zurückgezogen einem alten Van lebt. Alle paar Monate zieht sie weiter und sucht sich einen neuen Parkplatz. Nun treibt sie ihr Unwesen im Londonder Stadtteil Camden Town, bis ihr von der Stadt plötzlich das Parken auf der Straße verboten wird. Ihr derzeitiger „Nachbar“, der schizophrene Theaterautor Alan Bennett, sagt ihr zu, für ein paar Monate in seiner Einfahrt stehen zu dürfen. Aus diesen paar Monaten werden letztendlich 15 Jahre. Jahre, in denen die mürrische Miss Shepherd mit ihrer undankbaren Art und dem unangenehmen Körpergeruch, für viele Probleme sorgt, aber auch Stück für Stück ihre Vergangenheit offenbart.

„Lady in the Van“ zeigt die faszinierende Maggie Smith mal in einer für sie relativ ungewöhnlichen Rolle. Während man sie aus Rollen in Harry Potter und Downton Abbey als die machtvolle und herrische Person kennt, spielt sie nun die obdachlose alte Miss Shepherd. Insgesamt macht sie ihren Job ganz gut, auch den zeitlichen Verlauf der Geschichte, der sich immerhin über 15 Jahre hinzieht, verkörpert sie authentisch. Durch die abweisende und undankbare Art schafft es die Hauptrolle allerdings nicht zum Sympathieträger zu werden, wodurch uns persönlich die emotionale Verbindung zu der alten Lady etwas gefehlt hat und der Film, trotz Potential und obwohl er mit einigen humorvollen Witzen gespickt ist, in keiner Weise zum Feel-Good-Movie wird.

Dadurch gibt es zwischendurch einige Längen und besonders das Ende zieht sich künstlich. Doch wer dadurch unaufmerksam geworden ist, wird spätestens durch die letzten übertrieben verrückten Minuten wieder „aufgeweckt“. Die Musik jedoch, war in jedem Stadium des Films sehr passend gewählt und wunderschön eingesetzt.

Fazit: Eine ungewöhnliche, aber nicht sonderlich spannende oder mitreißende Geschichte mit einer soliden Leistung von Maggie Smith und toller musikalischen Untermahlung. Im Vergleich zu „Ein Mann namens Ove“ schafft es die Hauptrolle allerdings nicht, trotz mürrischer Art zum Publikumsliebling zu werden. Für uns kein Must-See-Kinofilm.

5 von 10 Maiskörner

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