Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn

Der fast 200 Jahre alte Klassiker Frankenstein erhält eine neue Verfilmung. Mit „Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn“ (Kinostart: 12. Mai 2016) rückt der Assistent Igor etwas mehr in den Mittelpunkt, auch wenn dennoch die altbekannte Geschichte erzählt wird.

Viktor Frankenstein

Ein namenloser, buckliger Clown (Daniel Radcliffe) wird in einem Londoner Zirkus zur Belustigung vorgeführt. Glücklich ist er damit nicht, denn seine Begeisterung liegt in der Medizin. So studiert er in seiner Freizeit Lehrbücher, doch richtig ernst genommen wird er nicht. Bis eines Tages die Artistin verunglückt, in die er verliebt ist, und er sie dank seines Wissens verarzten kann. Zufällig ist auch Victor Frankenstein (James McAvoy), ein übermotivierter Medizinstudent, im Zelt und erkennt sofort das Talent des Clowns. Er nimmt ihn auf, gibt ihm den Namen Igor und beginnt mit ihm das Projekt, ein totes Objekt dank der Elektrizität wieder zum Leben zu erwecken. Im Umfeld der beiden Wissenschaftler kommt allerdings nicht bei allen Freude über die Forschung auf.

Der Film steigt mit sehr eindrucksvollen, computeranimierten Bildern ein, die Hoffnung auf einen starken Film machen. Doch leider stellt sich schon nach kurzer Zeit die Ernüchterung ein, denn viel mehr als ein schönes Setting wird nicht geboten. Die Geschichte ist bekannt, was grundsätzlich kein Zeichen für einen schlechten Film ist, aber nötig ist dann zumindest ein neuer Blickwinkel oder eine neue Interpretation. Das wird hier auch versucht, die Handlung wird nach Großbritanien verlagert und das Augenmerk auf Frankensteins Assistent gelegt. Davon hat der Zuschauer aber nicht viel, denn die Geschichte bringt keines von beidem weiter. Auch der positive Eindruck der Kulisse verfliegt mit der Zeit. Auffallend sind dann nur noch die mehr oder weniger schaurigen Monster, die in blutiger Handarbeit zusammenfriemelt werden. Dann sind die Filmminuten allerdings auch schon wieder vorbei und was bleibt ist eine weitere Frankenstein-Verfilmung, die allerdings keinen Meilenstein setzen kann.

Fazit: Bilder, wie man sie vom Film „Sherlock Holmes“ kennt, aber eine Geschichte, die man so nicht nochmal sehen muss.

5 von 10 Maiskörnern

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Ein Gedanke zu “Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn

  1. *Movie opens with Igor narrating*
    Igor: „You know this tale“.
    *MOVIE CUTS TO THE END CREDITS*
    Die Zusammenfassung des Films von Red Letter Media kam mir auch in den Sinn.

    Max Landis hat sich ja von dem Film distanziert, als Drehbuchautor hat man es wohl auch nicht leicht. Der Film ist eine einzige Katastrophe, dagegen wirkt I, Frankenstein fast wie ein richtiger Film. Mary Shelley rotiert bestimmt in ihrem Grab. James McAvoy und Daniel Radcliffe hätten sich eigentlich überhaupt keine Mühe beim Schauspiel geben müssen, denn der Rest des Films ist schlecht, dass es bei McAvoy lächerlich wirkt und bei Radcliffe untergeht.
    Der Film hat eine gute Idee und zehn Schlechte.

    4 Körner zu viel für dieses filmische Verbrechen! 😉

    Gefällt 1 Person

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