Ein Hologramm für den König

Die Welt rückt in Zeiten der Globalisierung immer näher zusammen. Sollte man meinen. Welche Auswirkungen es nun hat, wenn man mit einer völlig fremden Kultur konfrontiert wird und dort versuchen muss, seine eigenen Standards durchzusetzen, zeigt der Film „Ein Hologramm für den König“ (Kinostart: 28. April 2016).

Ein Hologramm für den König.png

Alan Clay (Tom Hanks) ist ein amerikanischer Berater. In seinem Leben läuft es allerdings weder beruflich noch privat wirklich rund. Seine Frau lebt getrennt von ihm und für seine Tochter hat er nicht genug Geld, um das Studium zu bezahlen. Im Auftrag einer IT-Firma soll er nun in Saudi-Arabien ein holografisches Telefonkonferenzsystem verkaufen. Clay hoffte dadurch auf den finanziellen Durchbruch, der endlich die Wende in seinem Leben bedeuten würde. Doch der Präsentationsraum entpuppt sich als Zelt in der Wüste, das noch nicht einmal Internet hat. Und wann er dem König das System vorführen kann steht auch nicht fest, denn er kommt einfach nicht. So hat Clay genügend Zeit sich mit seiner Umgebung und sich selbst auseinander zu setzen.

Der Film ist die Leinwand-Adaption des gleichnamigen Dave Eggers Romans. Tom Hanks beweist als Protagonist erneut seine Vielfalt an charismatischen Eigenschaften. Während er im ersten Moment der bemitleidenswerte, gescheiterte Geschäftsmann ist, zeigt er sich im nächsten Moment als komödiantischer, offenherziger Mitfünfziger. Der Film steht und fällt mit Tom Hanks, der in einer großartigen Landschaft agieren darf. Die Geschichte ist einfach,  aber mitfühlsam. Die anderen Schauspieler treten automatisch hinter ihm zurück, unterstützen ihn aber bei seiner Selbstfindung.

Der Film spricht in leisen Tönen, aber sowohl die Tragik als auch der humorvolle Unterton kommen rüber. Allerdings ist das auch der Nachteil, dass sich der Film nur auf dieser dezenten Ebene bewegt. Es gibt kaum wahre Höhepunkte, sondern nur ein sachtes dahin plätschern. Für Abwechslung sorgen einige experimentell-angehauchte Flashbacks.

Fazit: Tom Hanks zieht wie immer die Gefühle mit seinem Dackelblick auf sich. Das lenkt aber nicht immer von der mäßigen, aber schön erzählten Geschichte ab.

7 von 10 Maiskörner

Ein Gefällt mir auf unserer Facebook-Seite sorgt dafür, dass du keine unserer Kritiken verpasst.

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Ein Hologramm für den König

  1. Pingback: Kritik: Ein Hologramm für den König | filmexe

  2. Pingback: Kritik #2: Ein Hologramm für den König | filmexe

Deine Meinung zum Film

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s