Ein ganzes halbes Jahr

Es ist eine neue Buchverfilmung. „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes erreichte in Deutschland unglaublichen Erfolg. Das Buch war 26 Wochen lang Platz 1 auf der deutschen Bestseller-Liste und verkaufte über 1 Mio Exemplare. Nun, wie hätte es auch anders kommen sollen, erscheint „Ein ganzes halbes Jahr“ auf der Kinoleinwand (Kinostart: 23. Juni 2016). Ob der Kinofilm wohl an den Erfolg des Buches anschließen kann?

Ein ganzes halbes Jahr

Die etwas verrückte, aber liebenswerte Lou verliert ihren Job und sucht in ihrem kleinen englischen Heimatstädtchen eine neue Arbeit. Sie hat schon viel ausprobiert, doch nichts hat gepasst. Als dann eine Stelle als Pflegekraft für den jungen Tetraplegiker Will frei wird, wittert Lou darin ihre Chance und bekommt den Job auch. Doch die Arbeit erweist sich schwieriger als gedacht, denn Will ist nicht gerade nett und gesellig, sondern frustriert und gereizt. Als sie dann noch von Wills tragischem Geheimnis erfährt, fasst sie einen Entschluss…

Zuerst einmal vorab: Ich habe mehrfach versucht, dem Buch eine Chance zu geben. Doch weiter als die Hälfte bin ich nie gekommen, da es mich einfach nicht mitreißen konnte. Dementsprechend war ich gespannt auf den Film, ob dieser mich mehr überzeugen kann. Konnte er? Jein. Soweit ich es beurteilen kann, basiert der Film sehr stark auf dem Buch und bemüht sich jedes noch so kleine Detail aus der Geschichte zu verfilmen. Das ist auch recht gut gelungen. Vor allem Emilia Clarke spielt die Rolle der verrückten Lou auch ganz gut, sodass man mit ihr mitfühlen kann und ihr am liebsten helfen möchte. Allerdings ist die Handlung schon sehr seicht, kitschig und vorhersehbar. Natürlich gehört das zu einer Liebesgeschichte dazu, doch hier war es einfach „too much“, und das noch untermalt mit den tragischsten Liebesliedern der aktuellen Charts. Zwar gab es ein paar langezogene Momente während des Films, doch alles in allem war der Film, meiner Meinung nach, spannender und ausdrucksvoller als das Buch.

Fazit: „Ein ganzes halbes Jahr“ besitzt großes Tränenpotenzial, allerdings nur wenn man in der Stimmung dazu ist. Mich konnte der Film, im Vergleich zu anderen Filmen, nicht so überzeugen. Vielleicht muss man dazu einfach ein größerer Fan von seichten Liebesgeschichten sein.

5 von 10 Maiskörner

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Eine weitere Meinung zum Buch: Buchstudent

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4 Gedanken zu “Ein ganzes halbes Jahr

  1. Ich habe das Buch ganz gelesen und mir hat es sehr gut gefallen. Sogar seine Fortsetzung „Ein ganz neues Leben“ habe ich gelesen. Natürlich ist die Geschichte vorhersehbar, aber das sind Liebesgeschichten meistens. Ich habe von Jojo Moyes bereits die meisten Bücher gelesen. Ich mag ihren Stil und die Art des Schreibens. Ich konnte mich gut in ihre Figuren einfühlen. Ich habe mich schon sehr auf den Film gefreut, leider fahre ich in Kürze auf Urlaub und weiß nicht, ob ich es noch schaffe, ihn davor zu sehen. Es ist schön zu lesen, dass sich der Film an das Buch hält. Ich stelle mir beim Lesen natürlich immer die Figuren usw. vor, daher ist es immer etwas seltsam, wenn ich dann die Schauspieler sehe, die für diese Rollen vorgesehen sind, und mein Bild ein ganz anderes war. 🙂
    (Liebes)romane lese ich ja auch nicht wegen der hochgeistigen Gedanken, sondern um abzuschalten, fürs Kino im Kopf.

    Also ich freue mich auf den Film. 🙂 Selbst, wenn mir danach zum Weinen sein sollte…

    Herzliche Grüße aus Wien,
    Caroline

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Caroline,

      ja ich finde es auch immer sehr schwierig, wenn ich meine Vorstellungen plötzlich durch verfilmte Szenen ersetzen muss, aber zumindest für mich ist es in „Ein ganzes halbes Jahr“ gut gelungen. Wenn dir das Buch gut gefallen hat, wirst du auch bestimmt den Film mögen.
      Erzähl‘ uns, wie du ihn fandest, wenn du es noch schaffst ihn zu sehen.

      Einen schönen Urlaub wünschen wir dir 🙂

      Liebe Grüße,
      Sarah

      Gefällt 1 Person

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