Zeit für Legenden

Die 1930 Jahre waren keine leichte Zeit für Juden und Schwarze in Nazi-Deutschland. Dennoch tritt der Afro-Amerikaner Jesse Owens bei den Olympischen Spielen in Berlin an. Die Geschichte des schwarzen Leichtathleten wurde bereits mehrfach verfilmt, kommt nun allerdings als Kinofilm mit dem Titel „Zeit für Legenden“ (Kinostart: 28. Juli 2016) auf die deutschen Leinwände.

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Jesse Owens ist ein besonders erfolgreicher Athlet. Doch als er 1934 an der Universität von Ohio unter seinem Coach Larry Snyer zur Höchstform aufläuft, ist nicht die idealste für schwarze Menschen. Immer wieder erlebt er Anfeindungen und dann soll er ausgerechnet zwei Jahre später bei den Nazis an den Olympischen Spielen teilnehmen. Als Owens erfährt, dass die Spiele für rassistische Propaganda genutzt werden sollen, will er nicht mehr nach Berlin reisen. Doch dann tritt er die Reise doch an und sorgt nicht nur für einen persönlichen Triumph, sondern auch für eine Klatsche gegen Hitlers Nazi-Regime.

Im Gegensatz zu rein fiktionalen Filmen, wo das Ende im Idealfall vorab noch nicht bekannt ist, ist es bei Biografien umso wichtiger, wie die Geschichte erzählt wird. Denn worauf die Handlung hinausläuft ist zu einem Großteil bekannt. Unter dieser Prämisse stellt sich dann natürlich die Frage, ob über zwei Stunden Laufzeit der richtige Ansatz für das historische Drama ist. Nur bedingt, wie sich zeigt. Denn der Film hätte einiges an Kürzungspotenzial. Gelungen ist allerdings die Entscheidung, sich nicht nur auf die Geschichte von Owens zu konzentrieren, sondern auch einen Einblick in die politischen Entscheidungen der damals Verantwortlichen zu geben.Denn nicht nur Owens hadert mit der Entscheidung, ob er teilnehmen soll oder nicht, sondern auch die Vereinigten Staaten erwägen eine Absage der Spiele.

Der Film überzeugt durch seine Mischung aus humoristischen und ernsten Szenen. Die Bilder sind an sich sehenswert, aber was nicht wirklich auf den Zuschauer übertragen wurde ist die Emotion. Anderfs als beispielsweise bei Eddie, the Eagle, bei dem auch von Beginn an das Ende begannt ist, man sich den Film dennoch gerne angeschaut hat.

Fazit: Eine nette Hommage an einen großen Sportler der US-Geschichte, die allerdings nicht vom Hocker reißt.

5 von 10 Maiskörner

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