Suicide Squad

Die nächsten Comic-Helden bekommen ihre eigene Leinwandadaption: DC hat dem „Suicide Squad“ (Kinostart: 18. August 2016) einen eigenen Film gewidmet. Aber natürlich haben auch andere DC-Helden einen Cameo-Auftritt bekommen. Es heißt allerdings, dass noch während des Drehs am Drehbuch nachgebessert wurde, um den Film etwas witziger zu machen. Ob es geholfen hat?

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Nach den Geschehnissen in „Batman v. Superman: Dawn of Justice“ arbeitet die Regierung an einer Allianz, die es im Zweifelsfall auch mit außer Kontrolle geratenen Superhelden aufnehmen könnte. Jedem ist klar, dass das ein Selbstmordkommando wäre. Also wählte man sich Kandidaten aus, die keine andere Wahl haben: Übernatürlich veranlagte Kriminelle. Die Einheit unter Führung der US-Regierung besteht dabei aus dem Auftragskiller Deadshot, der durchgedrehten Harley Quinn, dem pyrokinetischen El Diablo, dem Dieb Captain Boomerang, dem kannibalischenn Killer Croc, und dem Söldner Slipknot. Mit einem Sprengsatz im Hals werden sie gezwungen einer Hexen-Göttin und ihrem Bruder gegenübergetretenen, die Midway City in Aufruhr versetzen. Dass dabei so mancher Krimineller auch andere Pläne verfolgt, und unter anderem Joker und Batman mitmischen, macht die Mission nicht unbedingt einfacher.

Comic-Verfilmungen haben es wahrlich nicht leicht: Entweder sie müssen die treuen und äußert fachliche Fanbase überzeugen, und/oder eben die absoluten thematischen Laien unterhalten. Entweder man bleibt der Vorlage treu, riskiert aber, dass so mancher Rookie Teile nicht versteht, oder man bricht den Inhalt herunter und könnte so Unstimmigkeiten bei den Profis verursachen. Auch Suicide Squad versucht sich an dieser Gratwanderung. Wir als Zuschauer, die sich eher in die „DC-Laien“-Schublade einordnen lassen könnten, fühlten uns gut unterhalten und vermissten von den Charakteren wenig. Klar ist aber auch, dass nicht alle sechs Gangster plus der wichtigen Regierungsverantwortlichen in einem Film ausreichend und tiefgründig vorgestellt werden konnten. Aber man hat sich Mühe gegeben, das Ganze in den ersten Minuten zumindest grafisch aufzuarbeiten.

Es folgt ein recht kurzweiliger und rasanter Actionfilm in einer apokalyptischen Stadt.  Doch dabei bleibt es im Laufe des Films dann auch. Die sehr verschiedenen Charaktere haben kaum eine Chance ihren eigenen Charme einzubringen. Von den eigentlichen Bösewichten merkt man eigentlich nicht wirklich etwas. Vor allem der knallharte Killer Deadshot macht einen sehr sympathischen Eindruck, wenn er seiner Tochter nachtrauert, die er nicht sehen kann. Irgendwie unpassend für einen Bad Guy. Unpassend sind auch einige Witze in den Dialogen, die teilweise sehr gestellt daher kamen, als ob diese Szene jetzt auf Kommando lustig sein müsste, an Deadpool beispielsweise kommt der Humor nicht dran. Auch die Effekte sind „nur“ Mittelmaß und nichts besonderes. Der Ansatz ist gelungen, die Figuren machen Lust auf mehr. Aber dann muss auch wirklich mehr drin sein.

Fazit: Ein Film mit weichgespülten Gangstern, der keinen Meilenstein im Comic-Universum setzen wird. Das i-Tüpfelchen fehlt einfach.

6 von 10 Maiskörner

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2 Gedanken zu “Suicide Squad

  1. Ich tat mir mit dem Film sehr schwer. Ich hatte absolut keine Erwartungen, hatte auch BATMAN V SUPERMAN vorher nicht gesehen und war dementsprechend überrascht, dass Superman tot sein soll. (Diese Wissenslücke habe ich zwar umgehend geschlossen, auch wenn es eine Qual war sich durch BATMAN V SUPERMAN durchzuarbeiten.) Harley Quinn und Deadshot sind gut. Der Rest ist allerdings sehr mau: zu viel CGI, zu schlechte Antagonisten. Ich teile daher deine Meinung.

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  2. Pingback: Kritik: Suicide Squad – filmexe

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