Bad Moms

Die Hangover-Autoren haben es wieder getan. Und nachdem es nun wirklich zahlreiche Party-Komödien über Männer mittleren Alters gibt (inklusive Hangover 1,2,3), in denen Frauen meist auf die verantwortungsbewusste Rolle reduziert werden, übernehmen im neuen Kinofilm „Bad Moms“ (Kinostart: 22. September 2016) drei Power-Frauen das Party-Zepter. Doch wird sich der Film in die Liste peinlicher Eskalationsfilme einreihen oder beigeistert er durch eine realistische Darstellung des Mutterseins?

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Amy hat zwei verwöhnte Kinder, einen unzuverlässigen Ehemann, einen kranken Hund und einen stressigen Job. Obwohl sie alles gibt, fällt es ihr zunehmend schwerer all das zu balancieren, vor allem da sie zudem noch versucht die Ansprüche der Übermütter im Elternrat der Schule zu erfüllen. Amy’s Geduldsfaden reißt und zusammen mit zwei anderen Müttern; der überforderten, aber braven Kiki, sowie der anzüglichen Carla, wird sie eine „Bad Mom“. Die Drei werden schnell Freundinnen und hören auf, perfekt sein zu wollen. Im Gegenteil: Etwas frech setzen sie auf Genuss und Entspannung. Doch das gefällt Übermutter Gwendolyn so gar nicht und so versucht sie das entspannte Abenteuer der „Bad Moms“ durch fiese Intrigen zu intervenieren, die sogar einige Grenzen überschreiten.

„Bad Moms“ spricht eine Zielgruppe an, die von Hollywood oft ignoriert wird: Mütter. Und darum dreht sich auch der Film: Über die alltäglichen Probleme als Mutter. Die Handlung ist schnell erzählt und man kennt sie, sobald man den Trailer gesehen hat. Denn teilweise hatten wir im Kinosaal den Eindruck, dass der ganze Film nur aus Slowmotion-Sequenzen oder Trailerszenen besteht. Dennoch wird die Geschichte authentisch erzählt und man kann durchaus mit den gestressten Müttern mitfühlen – das ist mal eine sehr nette Perspektive. Während Kristen Bell ihre Rolle als überfordertes Hausmütterchen und Mutter von 4 Kindern sehr authentisch spielt und Kathryn Hahn den gewohnten, aber verrückten Partyspirit einbringt, passt Mila Kunis als Sexiest Woman Alive nicht ganz so überzeugend in die Rolle der gestressten Mutter. Dennoch tragen die drei Hauptdarstellerinnen maßgeblich zur guten und sehr humorvollen Stimmung bei. Es wurde gelacht und mitgefühlt im Kinosaal wie sonst selten! Außerdem ist uns positiv aufgefallen, dass „Bad Moms“ stets einen niveauvollen Ton trifft und überzeugt so mit nicht ganz so ernstzunehmenden, aber auch nicht peinlichen Szenen.

Fazit: Spaß garantiert. Allerdings hat der Film auch seine Schwachstellen und auch Überraschungen bietet er leider keine. Für die richtige Zielgruppe ist „Bad Moms“ aber bestimmt der Wahnsinn! Sehenswert, aber das muss nicht unbedingt im Kino geschehen.

7 von 10 Maiskörner

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2 Gedanken zu “Bad Moms

  1. Pingback: Kritik: Bad Moms – filmexe

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