Snowden

Er hat eines der größten Geheimnisse der USA ausgeplaudert und ist seither ganz weit oben auf der amerikanischen Wanted-Liste: Edward Snowden. Nun wurde seine Arbeits- und Lebensgeschichte verfilmt: „Snowden“ (Kinostart: 22. September 2016).

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In der Lobby eines Hotels warten die Dokumentarfilmerin Laura Poitras und die britischen Journalisten Glenn Greenwald und Ewen MacAskill auf eine ganz besondere Begegnung. Sie wollen eines der größten Geheimnis der USA enthüllen und hierfür ihre Quelle Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) interviewen. Snowden selbst ist kein Draufgänger-Typ und will nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Er hat sich für diesen Schritt entschlossen, weil er das amerikanische Handeln nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Er will etwas ändern, und nachdem er bei den Verantwortlichen auf taube Ohren stößt, erzählt er seine Geschichte in die Kamera. Und die Kinozuschauer sind dabei und können alles nachvollziehen.

Das Thema ist politisch hoch aufgeladen, und so hatte der weibliche Teil des Popcornfilme-Teams die Bedenken, dass der Film recht trocken sein würde. Doch der Film versucht, die Machenschaften der US-Regierung auf eine Ebene herunterzubrechen, für die keine IT-Kenntnis nötig ist und in der sogar eine kleine Liebes-Schnulze Platz findet.

Der Film nimmt sich die Zeit, das Thema so einzuführen, dass jeder Zuschauer folgen kann, auch diejenigen, die sich bisher nicht mit der Snowden-Enthüllung beschäftigt haben. „Snowden“ skizziert den Lebensweg des gleichnamigen Protagonisten, von seinem steinigen Weg in der Army zu seiner Arbeit im Geheimdienst. Der Fokus wird dabei weniger auf die Person Snowden gelegt, sondern mehr auf den Ablauf der Geschehnisse. Grundsätzlich stimmt dies mit der anfänglichen Befürchtung von Popcornfilme-Sarah überein. Doch die Umsetzung ist dennoch sehr ansehnlich, auch weil mit Snowdens Freundin eine persönliche Ebene eingebaut wird, die allerdings nur „nebenbei“ geführt wird.

Fazit: Insgesamt ein sehr aufschlussreicher Film, der zwar nicht alle Fragen beantwortet, aber damit auch nicht zu trocken-politisch ist.

6 von 10 Maiskörner

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