Inferno

Kinobesucher können seit dieser Woche wieder in die Welt der Symbolik eintauchen. Der vierte Roman rund um den Professor Robert Langdon, geschrieben von Dan Brown, wurde verfilmt: Inferno (Kinostart: 13. Oktober 2016). Das Kuriose daran: Der vierte Teil der Reihe wurde somit vor dem dritten Teil veröffentlicht. Es ist nicht das erste Mal, dass die Serie durcheinander gebracht wurde. Aber macht das überhaupt etwas aus?

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Robert Langdon (Tom Hanks) erwacht ohne Erinnerungen in einem Krankenhausbett in Florenz. Er hat einen Streifschuss am Kopf, aber keine Ahnung woher dieser kommt. Und dann will ihn eine residente Polizistin auch noch im Hospital an den Kragen. Glücklicherweise steht seine Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) an seiner Seite und hilft ihm, seine Gedanken wieder zu ordnen. Doch dabei ist Eile gefragt, denn ein verrückter Milliardär plant die Menschheit stark zu verkleinern. Die einzige Lösung: Langdon muss das Rätsel entschlüsseln, um die Welt zu retten.

Die Handlung klingt dramatisch, immerhin geht es um nichts geringeres als die Rettung der ganzen Welt. Thema sind aber nicht nur irdische Inhalte, auch die Bedeutung der Hölle spielt eine Rolle. Wer davon keine Ahnung hat, kann sich den Film trotzdem anschauen. Denn Tom Hanks spielt den Erklärbär und bricht die vermeintlich noch so komplizierten Zusammenhänge zwischen dem Dichter Dante und der Weltgesundheitsorganisation WHO auf ein für den Zuschauer verständliches Maß herunter.

Das, was auch schon Illuminati (2009) und Sakrileg (2006) ausgemacht hat, nämlich eine recht große Verbindung zwischen wahrer Geschichte und einer fiktiven Story, findet sich auch in Inferno wieder. Doch auch wenn in allen Filmen Robert Langdon die Hauptrolle spielt, hängen sie kaum miteinander zusammen. Das erkennt man schon daran, dass die Reihenfolge der Verfilmung nicht mit der Reihe der Bücher übereinstimmt. Vorkenntnisse sind somit nicht nötig.

In den zwei Filmstunden wird viel erklärt, was immer wieder die Fahrt aus dem Film nimmt, aber eben den besonderen Charme ausmacht. Was dazwischen kommt sind Verfolgungsjagden und Geplänkel, was man auch aus anderen Filmen genau so kennt. Die Komplexität, die die Handlung im Buch hat, wird im Film nicht nachempfunden. Aber das wäre wohl auch schwer umsetzbar gewesen.

Zusammenfassend ist Inferno ein etwas anderer Film, der seine Stärken in den Details hat. Aber ansonsten setzt er leider kaum Akzente, die ihn unverwechselbar machen. Ein gleiches Resultat kann man auch über die Effekte, Machart und Schauspielleistung ziehen. Immerhin setzten viele Richtungswechsel und die Frage, wer nun hinter Langdon steht und wer ihn nur benutzt, das Ende nicht von Beginn an voraus.

Fazit: Dan Brown-Fans wird der Film nicht begeistern, alle anderen sehen einen detaillierten aber austauschbaren Krimi-Thriller.

5 von 10 Maiskörner

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Ein Gedanke zu “Inferno

  1. Ich würde mich ja mal freuen, wenn „Meteor“ von Dan Brown verfilmt werden würde. Ist zwar ohne Robert Langdon, aber mein liebstes Werk von ihm.
    Ich werde mir sicherlich Inferno ansehen, erwarte aber ähnliches wie bei den beiden Vorgängern. Solide Blockbuster, die aber um Meilen nicht an die fesselnden Thriller herankommen.

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