Sausage Party

Hat unser Essen Gefühle? Eine absurde Frage. Aber wie würden Würstchen, Kartoffeln und Co. ein eigenes Leben führen? Der Animationsfilm „Sausage Party“ (Kinostart: 13. Oktober) könnte eine Antwort auf diese Frage geben.

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Für die Produkte, die im Supermarkt-Regal stehen, gibt es nur ein einziges Ziel: In den Einkaufswagen gelegt zu werden und mit den „Göttern“, also den Menschen, mitgenommen zu werden. Auch Würstchen Frank (Originalstimme: Seth Rogen) träumt von dem Tag, an dem er in das Hotdog-Brötchen Brenda (Kristin Wiig) gesteckt wird. Doch dann wird ein Glas Honigsenf von einem Mensch zurück in den Laden gebracht. Und er zerstört die Illusionen der anderen Produkte: Der Mensch verehrt die Lebensmittel nicht, sondern nimmt ihnen das Leben. Zunächst glaubt dem Honigsenf niemand. Doch nach und nach stellt sich heraus, dass an der Geschichte etwas dran ist. Frank, Brenda aber auch andere Lebensmittel wollen den Rest vor dem schrecklichen Schicksal bewahren.

Manche Animationsfilme sind zwar für Kinder gemacht, sprechen aber auch Erwachsene an. „Sausage Party“ hat erst gar nicht den Anspruch, ein Kinderfilm zu sein. Mit einer FSK 16 wird dies auch nochmal deutlich gemacht. Beispielsweise betont Frank gefühlt minütlich, dass er „sein Würstchen“ in das vollbusige Brötchen stecken möchte. Und auch die anderen Dialoge sind so, wie man sie aus Realverfilmungen mit Seth Rogen oft zu hören bekommt. Auf die Dauer von rund 90 Minuten werden eben diese Wortwitze dann irgendwann etwas langweilig.

Die Idee des Films ist eigentlich ganz lustig – aber in der Umsetzung ist es dann doch sehr plump geraten. So sind die Animationen nicht gerade sehr ansehnlich und schön gestaltet. „Sausage Party“ lebt von dieser recht ungewöhnlichen Idee. Aber nur von einer einzigen Idee kann kein ganzer Film leben, das macht den Film etwas flach. Von Kinderfilmen könnte man eine einfache Handlung erwarten, damit sie kleine Kinder verstehen, aber wenn der Film schon für Erwachsene ist, könnte auch ein bisschen Abwechslung möglich sein. Wer aber einen einfachen Partyfilm will, bekommt den auch.

Fazit: Man kann es sich einmal anschauen, aber mehr auch nicht. Einige Szenen sind ganz lustig, viele aber auch ziemlich doof.

4 von 10 Maiskörner

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