Schneider vs. Bax

Die Niederlande sind eher bekannt für Tulpen, Käse und Fahrräder. Weniger allerdings für Fußball und Filme. Aber trotzdem versuchen sie die letzteren beiden Dinge immer wieder mit mäßigem Erfolg. Mit „Schneider vs. Bax“ (Kinostart: 20. Oktober 2016) kommt in wohl eher wenige Kinos eine Thriller-Komödie aus dem Nachbarland auf die Leinwand. Lohnt es sich?

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Es könnte so ein schöner Tag werden. Schneider wird an seinem Geburtstag von seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern geweckt, später ist eine Party geplant. Doch dann ruft die Arbeit: Schneider, ein Auftragskiller, soll den Schriftsteller und Drogen- und Alkoholsuchtie Bax erledigen. Dieser lebt, eigentlich, einsam und verlassen auf einem Hausboot fernab der Zivilisation. Ein einfacher Auftrag, denkt Schneider. Doch genau an diesem Tag taucht die depressive Tochter von Bax auf, zudem noch dessen Vater samt neuer (und viel jüngerer Freundin). So hat sich Schneider den Auftrag nicht gedacht und es kommt zur Auseinandersetzung: „Schneider vs. Bax“.

Wir haben vorab eigentlich gar nichts von dem Film gewusst und sind somit ziemlich offenherzig an die Vorstellung heran gegangen. Was uns begegnet ist: ein ziemlich schwarzer Krimi-Streifen, der ein bisschen etwas von einem deutschen Tatort hat. Die Farben im Film sind eher gedeckt im Gegensatz zu den überdrehten amerikanischen Filmen, das Tempo ist nicht überhastet, es wird sich sehr viel Zeit genommen. Allein Bax Tochter braucht gefühlte fünf Minuten, bis sie ins Hausboot gelangt. Das bringt die Story nur geringfügig voran, sorgt aber für eine Situationskomik, die immer wieder im Film auftaucht. Die Akteure selbst scheinen sich und den Film nur bedingt ernst genommen zu haben.

Bei „Schneider vs. Bax“ von Spannung zu sprechen wäre unangebracht. Es kommt zwar zu der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung, die tragen aber nur bedingt zur Spannung, mehr zur Belustigung bei. Insgesamt ist der Film recht schwer einzuordnen, für eine Komödie ist er zu ernst, für einen Thriller zu locker. Die teilweise große Langatmigkeit hilft bei diesem Entscheidungsdilemma auch nicht weiter. Uns konnte der Film nicht vom Hocker reißen, Punkte gibt es aber für die gewisse „Andersartigkeit“.

Fazit: Langweilig wäre übertrieben, spannend aber auch. Ein ungewöhnlicher Film, der nur schwer begeistern kann.

4 von 10 Maiskörner

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Ein Gedanke zu “Schneider vs. Bax

  1. Hi.

    Ich habe den Film zwar nicht gesehen, möchte aber nur mal sagen, dass mir spontan zwei Filme einfallen, die durchaus auch in deutschen Landen gut angekommen sind.

    Ok – ist schon eine ganze Weile her, aber zumindest in den 80ern haben mir die Flodders super gefallen mit „Eine Familie zum Knutschen“ – und dann noch „Amsterdammed“ – oder auf Deutsch halt „Verfluchtes Amsterdam“.

    Wie ich gerade eben beim nachsehen festgestellt habe, beides mit Huub Stapel.

    Aber ansonsten… stimmt schon. Die letzten 30 Jahre war es dann wohl doch eher ruhiger… ;o)

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