Bridget Jones‘ Baby

12 Jahre musste die Frauenwelt auf eine Fortsetzung warten. Mit „Bridget Jones Baby“ (Kinostart: 20. Oktober 2016) kommt nun der dritte Teil der Reihe um die tollpatschige Bridget mit Problemen, wie wir sie alle kennen, auf die Kinoleinwand. Zieht sie uns noch immer in ihren Bann?

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Bridget hat einiges erreicht. Sie ist ihre überflüssigen Pfunde losgeworden, arbeitet als Produzentin einer britischen Nachrichten-Sendung und genießt ihr Single-Leben, nach den vielen Ups and Downs mit Mark Darcy, in vollen Zügen. Bei einem Musikfestival möchte Bridget mal wieder so richtig feiern und ihren Spaß haben: Da kommt der attraktive Jack Qwant gerade richtig. Es gibt nur ein Problem, und zwar Bridget’s Tollpatschigkeit, die ihr ausgerechnet bei der Verhütung zum Verhängnis wird. So wird sie plötzlich schwanger – ohne genau zu wissen, wer der Vater des Kindes ist. Ein Schlamassel, wie es typisch ist für Bridget, beginnt.

„Bridget Jones‘ Baby“ war einer der Filme, die schon lange auf unserer bzw. meiner Watch-Liste standen, da mir die ersten beiden Teile wegen ihrer Authentizität, dem „Freundinnen“-Gefühl und dem Humor zugegebenermaßen sehr gut gefallen haben. Anders als seine Vorgänger basiert „Bridget Jones‘ Baby“ nicht auf einem Buch, was dem ganzen eventuell auch ein wenig die Originalität und Inspiration nimmt – das ist aber natürlich nur ein rein subjektives Empfinden. Der Film selbst nimmt nur langsam Fahrt auf, aber überzeugt jedoch hauptsächlich in der ersten Hälfte mit wahnsinnig guter Situationskomik. Mit fortschreitender Handlung verkommt der Streifen leider zu einem etwas charakterschwachen und durchschnittlichen Liebesfilm. Es liegt wohl fast in der Natur des Genres, vorhersehbare und seichte Geschichten zu haben und das ist eigentlich auch gar kein Problem, aber der „Den Film muss ich wieder sehen“-Funke ist bei diesem Film einfach nicht über gesprungen.

Renée Zellweger (Bridget Jones) spielt ihre Rolle nicht ganz so überzeugend wie in den Vorgängern, wohingegen vor allem Colin Firth (Mark Darcy) durch seine Schauspielleistung heraussticht. Er spielt die Rolle noch kühler und reservierter als sonst, was allerdings den unwiderstehlichen Charme eines Darcys besonders ausmacht. Die 123 Filmminuten sind angereichert mit coolen und äußerst passenden Musikeinblendungen sowie mit liebevollen Rückblenden aus Bridgets früheren Erfahrungen.

Fazit: Es konnte mit „unserer alten Freundin“ Bridget mitgefühlt werden, auch wenn sie im Laufe dieses Films fast schon zu einer der Hollywood-0815-Frauen wird und dadurch einiges an Charme verliert. Für Mädelsabende wohl ein Muss, aber „Bridget Jones‘ Baby“ kann mit den Vorgängern nicht mithalten.

7 von 10 Maiskörner

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