The Surprise

Was tun wenn man keinen Sinn mehr im Leben sieht, aber einfach kein Selbstmordversuch klappen möchte? Dieses Problem kennen wir ja bereits von „Ein Mann namens Ove„, doch auch der neue Film „The Surprise“ (Kinostart: 10. November 2016) handelt um dieses Szenario. Ob uns auch dieser Streifen so überzeugen kann?

Surprise.png

Der adelige Jacob kam nie mit dem Tod seines Vaters klar und zeigte seither nie wieder Emotionen; weder Trauer, Freude, Angst, noch Wut. Das ist auch der Grund, warum er seinem Leben ein Ende setzen möchte, doch wie er es versucht – es klappt einfach nicht. Dann wird er allerdings auf eine mysteriöse Agentur aufmerksam, deren Geschäft es ist, verzweifelte Menschen „auf ihre letzte Reise“ zu begleiten. Jacob entscheidet sich für den Überraschungstod, das heißt, er weiß weder wann, wie noch wo es passieren wird. Doch kurz nach dieser Entscheidung trifft er die reizende Anne, die ihm den Sinn des Lebens zurück gibt…doch von dem Vertrag zurücktreten kann Jacob nicht.

„The Surprise“ beginnt recht zäh und man fühlt sich mal wieder in einen deutschen Film versetzt. Alles wird einem mehrfach verdeutlicht, damit es auch wirklich der letzte Zuschauer kapiert hat – unserer Meinung nach nicht gerade ein Zeichen von guter Filmkunst. Doch zu unserer Überraschung nimmt der Film dann einen ganz anderen Verlauf an. Die Handlung spielt sehr charmant und auch etwas sarkastisch mit Jacobs emotionslosem Charakter und führt dennoch sehr gelungen die Liebesgeschichte ein. Man fühlt mit Jacob und Anne mit und besonders die Tatsache, dass jederzeit eine bzw. „die“ Überraschung passieren könnte, sorgt für eine gewisse Grundspannung. Der Film punktet außerdem mit ein paar unerwarteten Wendungen, die so für eine Romanze gar nicht typisch sind. Die Schauspieler haben genug Möglichkeiten ihre Rollen zu entfalten und vor allem Jacob (Jeroen van Koningsbrugge) spielt wirklich sehr überzeugend, während Anne (Georgina Verbaan) ihre Rolle doch eher etwas plump verkörpert.

Allerdings, und das mag moralisch verwerflich sein, hinterfragt der Film kaum die Grundidee des Geschäftsmodells und die Gefühle des Menschen, sondern handelt den Willen nach dem Selbstmord ab, wie das Buchen einer Reise – doch gerade das mag den Film so interessant machen, da dem Zuschauer keine Moralpredigt gehalten wird, sondern es ihm selbst überlassen wird, darüber zu reflektieren.

Fazit: „The Surprise“ ist ein schöner und sogar etwas tiefgründiger Film, der auf eine besondere Art und Weise mit Emotionen spielt. Er packt den Zuschauer und kann unterhalten, Spannung aufkommen lassen, aber auch berühren.

7 von 10 Maiskörner

Ein Gefällt mir auf unserer Facebook-Seite sorgt dafür, dass du keine unserer Kritiken verpasst.

Advertisements

3 Gedanken zu “The Surprise

  1. Sarah

    Wir ehrlich gesagt auch nicht – „The Surprise“ hat uns in der Sneak Preview überrascht 🙂
    Aber auch wenn es wohl kein mega Blockbuster wird, so hat er uns doch sehr gut gefallen!

    Gefällt mir

Deine Meinung zum Film

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s