Doctor Strange

Eine weitere Figur aus dem Marvel-Universum hat den Sprung auf die Kinoleinwand geschafft. Mit Doctor Strange (Kinostart: 27. Oktober 2016) lernen die Zuschauer einen eher unbekannten Helden ohne Superkräfte kennen, der seine Kraft alleine aus seinem Geist holt.

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Doctor Stephen Strange ist ein äußerst erfolgreicher Neurochirurg, sogar so erfolgreich, dass er sich seine Patienten aussuchen kann. So groß seine Stärken im fachlichen Bereich sein mögen, so große Schwächen hat er in der Gesellschaft. Er ist überheblich, arrogant und egoistisch. Doch ein Autounfall verändert alles: Seine Hände sind danach durch viele Verletzungen fast unbrauchbar und er kann nicht mehr arbeiten. Eine Belastung für Strange. Nachdem alle Ärzte an der Heilung gescheitert sind, ergreift er seine letzte Chance: Er hofft auf eine Heilung an einem Ort, der seine Behinderung durch Geisteskraft heilen soll. Doch dann erfährt er, dass hinter der mystischen Kraft viel mehr steckt, als nur die persönliche Heilung und er muss es mit einem Gegner aus einer anderen Welt aufnehmen.

Nach Deadpool, Batman v. Superman: Dawn of Justice, The First Avenger: Civil War, X-Men: Apocalypse und Suicide Squad kommt mit Doctor Strange der letzte große Superhelden-Film des Jahres ins Kino. Die recht große Zahl an Streifen zeigt: Superhelden haben gerade Konjunktur. Damit verbunden ist aber auch die Gefahr, dass das Genre abgenutzt wird und es wird immer mehr benötigt, um den Zuschauer zu begeistern.

Mit Doctor Strange kommt ein Held ins Kino, der vergleichsweise wenig bekannt ist. Somit braucht auch er zunächst eine Einführung, die recht kurz gehalten ist, aber dafür umso wirkungsvoller. Der Charakter kommt rüber. Mehr Zeit nimmt man sich dann zurecht später, wenn es um die Hauptsache geht. Beim Film ist es allerdings nicht die Story, die hervor sticht. Im Gegenteil, sie ist sogar mittlerweile äußerst bekannt: Held genießt sein tolles Leben, Einschnitt durch Unfall oder ein schicksalhaften Schlag, arrangieren mit der neuen Situation, um dann seinem Endgegner im Kampf gegenüber zu stehen.

Was aber umso besser gelungen ist, sind die Effekte. Es klingt (Achtung, Wortwitz!) strange, aber die Akteure sind durch die Kraft des Geistes in der Lage, eigene Dimensionen der Welt zu formen. Was entsteht, erinnert stark an die Ebenen von Inception (2010). Hier lohnt sich 3D allemal.

Fazit: Wenn der Film schon nicht mit einer neuen Story überzeugen kann, dann umso mehr durch seine gelungene Machart.

6 von 10 Maiskörner

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5 Gedanken zu “Doctor Strange

  1. Hallo!
    Ausnahmsweise hab ich den Film, über den ihr berichtet schon gesehen und kann ein bisschen davon erzählen.
    Ich war mit einer rellativ großen Gruppe im Kino, und wir alle waren schon vorher davon überzeugt, dass der Film großartig sein würde. Wegen Benedict Cumberbatch.
    Ziemlich voreingenommen wollten wir also alle Sherlock als Superheld sehen.
    Durch den Film zogen sich dann Bemerkungen wie „Hast du das gesehen? Mit dem Kragen?!“, „OH MEIN GOTT!“, „Das erinnert mich total an Inception..“ „Das ist jetzt wie inception in groß“ „Die Welt biegt sich da wie in Interstellas am Ende“ “ HA! Der Mantel!“
    Die Effekte waren ziemlich groß und erstaunlich, besonders in 3D, Geschichte war.. interessant? Aber wir sind nicht wegen der Handlung ins Kino gegangen, die trotzdem Marvel-Film-mäßig-gut war (also ziemlich vorhersehbar, aber teilweise witzig und manchmal ziemlich cool), sondern wegen des Hauptdarstellers.
    Und es war schön. Es war cool. Es gab manchmal ein warmes Erinnerungsgefühl an Sherlock. Ich mochte es und die anderen auch. Die anderen Kinogäste… ich glaube wir haben ein bisschen genervt.

    ~*Plus

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Kritik: Doctor Strange – filmexe

  3. Also meine Bewertung wird weitaus positiver ausfallen, denn Doctor Strange hat mich sehr begeistert. Vielleicht auch deshalb, weil er mir schon vereinzelt in Comic untergekommen ist. Ich habe mich gut amüsiert und trotzdem fand ich, hatte der Film noch ein bisschen mehr Ernst als die anderen Marvel-Filme und hat in Kombination gut funktioniert.
    PS: Euer Paket kam heute an, noch einmal vielen lieben Dank dafür!

    Gefällt 2 Personen

  4. Nach dem Text hätte ich jetzt mit einer höhren Bewertung gerechnet. Besonders da ihr ja Freunde des Popcorn-Kinos seid. Aber offensichtlich habt ihr / hast du mittlerweile ebenfalls genug von den immergleichen Geschichten aus dem Comic-Universum.

    Welche Comic-Verfilmungen haben dir denn besonders gut gefallen?

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Doctor Strange | FilmkritikenOD

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