Girl on the Train

Wer täglich pendeln muss, kennt das Phänomen: Mit der Zeit kennt man die Strecke, aber auch die angrenzenden Landschaften, Wohngebiete und auch Häuser. Vielleicht sieht man sogar immer die gleichen Menschen. Rachel Watson geht es ähnlich. Sie ist ein „Girl on the Train“ (Kinostart: 27. Oktober 2016).

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Rachel Watson pendelt tagtäglich mit dem Zug. Sie sitzt immer im gleichen Wagon und am gleichen Platz. Von dort aus sieht sie die Straße, in der sie mit ihrem mittlerweile geschiedenen Mann lebte. Wenige Häuser weiter lebt ein Paar, welches vom Zugfenster aus glücklich zu sein scheint. Doch dann macht Rachel eine Beobachtung, die alles verändern sollte und daraufhin verschwindet die Frau des vermeintlich perfekten Paares. Das Problem ist allerdings, dass sich Rachel nicht mehr genau daran erinnern kann, was sie genau gesehen und vielleicht sogar erlebt hat. Nach und nach rückt auch sie in den Mittelpunkt der Ermittler.

Der Film gibt Rachel Watson (Emily Blunt) zu Beginn eine lange Möglichkeit, sich und ihre Gedanken vorzustellen. Und nicht nur sie darf das, auch andere Personen kommen dank häufiger Perspektiv-Wechsel zu Wort. Doch genau diese Personen- und auch Zeitwechsel machen es den ganzen Film über schwierig, der Handlung zu folgen. Das mag Absicht sein, um dem Zuschauer nicht von vorne herein die Lösung des Films zu präsentieren, sorgt aber eben auch für ein unbefriedigendes Gefühl. Fragen wie „Ist das gerade aktuell, oder die Vergangenheit?“ und „Wer ist jetzt das wieder?“ drängen sich auf. Die Sprünge helfen auch der Handlung nicht weiter, die dadurch sehr schleppend wird. Spannung entsteht nur bedingt, langweilig ist der Film nur deswegen nicht, weil man nicht weiß, was als nächstes passiert.

Das Hin-und-Her hat immerhin den Vorteil, dass der Film sehr lange undurchschaubar bleibt. Emily Blunt spielt eine psychisch labile Frau, was sie manchmal etwas nervig macht, aber gut zur allgemeinen Atmosphäre passt. Was an dieser Stelle angemerkt werden sollte: Wir haben die Buchvorlage nicht gelesen! Wir können also keinen Zusammenhang zwischen den beiden Versionen festhalten. Vielleicht hätte das etwas mehr zum Verständnis an manchen Stellen beigetragen.

Fazit: Ein Film, bei dem man aufgrund vieler Sprünge mitdenken muss, was die Handlung allerdings sehr schleppend macht. Aber dafür ist „Girl on the Train“ nicht von Beginn an zu durchschauen.

5 von 10 Maiskörner

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2 Gedanken zu “Girl on the Train

  1. Pingback: Kritik: Girl On The Train – filmexe

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