Before I Wake

Kinder sind doch meist recht unschuldige Wesen, die einem ab und zu einen kleinen Streich spielen. Doch trotzdem oder wohl gerade deshalb sind sie ein überaus beliebtes Element in Horrorfilmen, denn viele bekannte Streifen haben bewiesen: Durch Kinder werden Horrorfilme einfach noch gruseliger. Daran bedient sich, kurz nach Halloween, auch das neuste Gruselwerk „Before I Wake“ (Kinostart: 10. November 2016). Doch wie sehr konnte uns der Film um die Träume eines kleinen Jungen verschrecken?

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Jessie und Mark haben schwer mit dem Verlust ihres kleinen Sohnes zu kämpfen. Um damit abzuschließen, entscheiden sie sich für die Adoption des 8-jährigen Cody. Mit seinen guten Manieren und der süßen Art ist er ein absolutes Vorzeigekind. Doch als Jessie zufälligerweise Schlaftabletten und Energytrinks unter dem Bett des kleinen Jungen findet und ihm diese Sachen weg nimmt, geschehen merkwürdige Dinge – und zwar immer dann, wenn Cody schläft. Als plötzlich eine reale Vision von Jean, Jessie und Mark toter Sohn, im Wohnzimmer steht, und das in der Nacht nachdem sie Cody von Jean erzählt haben, wird ihnen schnell bewusst: Codys Träume werden wahr. Zunächst benutzt Jessie diese Gabe, um ihrem leiblichen Sohn nahe zu sein, doch dann werden Codys Albträume immer schlimmer, denn sie verarbeiten seine traumatischen Erlebnisse.

„Before I Wake“ kann sich nicht so recht für ein Genre entscheiden. Zu Beginn tendiert der Film zum Drama, schwingt dann aber in Psychothriller um, um letztendlich im Horror zu enden.Eine solche Identitätskrise ist zwar normalerweise ein Schwachpunkt, doch im Fall von „Before I Wake“ hat diese Mischung irgendwie ihren besonderen Reiz. Der Film schafft es Spannung aufzubauen und zu erschrecken, wenn auch lediglich mithilfe der klassischen Stilelemente. Obwohl man dank dieser genau weiß, wann etwas unheimliches passiert, punktet der Streifen in Sachen Unvorhersagbarkeit der Handlung. Besonders der Teil gegen Ende ist recht tiefgründig und berührend gestaltet.

Wenn man den Film lediglich auf seine Fähigkeit reduziert, den Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen, ist er vermutlich eher langweilig. Doch unserer Meinung nach hat der Film einige Details, die ihn zwar nicht gruseliger, aber dafür das Gesamtpaket ausmachen. An den Schauspielern gibt es nichts auszusetzen und die Effekte sind visuell ganz in Ordnung, auch wenn da durchaus noch Luft nach oben wäre. Gestört hat uns allerdings vor allem das schnelle und emotional sehr unrealistische Ende.

Fazit: „Before I Wake“ ist zwar vielleicht nichts für den professionellen Horror-Liebhaber, aber für uns eine nette Abwechslung im Mainstream-Action-Liebes-Kino.

6 von 10 Maiskörner

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2 Gedanken zu “Before I Wake

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