Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Zurück in der magischen Welt. Nach dem Harry Potter Finale 2011 wurde es relativ ruhig um Joanne K. Rowling und ihren Zauberschüler. Doch nun läuft „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (Kinostart: 17. November 2016) auf der Leinwand und die Welt ist sich uneinig, ob sie diesen Film lieben oder aufgrund der „aufgewärmten“ Geschichte verurteilen soll. Wie erging es uns – als eingefleischte, aber kritische Harry Potter Fans?

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Der hoch intelligente britische Zauberer Newt Scamander hat gerade seine Forschungsreise über die Vielfalt magischer Tierwesen beendet und befindet sich gerade auf der Durchreise in New York. Dort hat der Magische Kongress der USA (MACUSA) gerade ein Problem, denn die Stadt wird von einer dunklen, unbekannten Macht bedroht. Als Newt Scamander seinen Koffer verliert und der Finder seines Koffers, der Muggel Jacob, versehentlich einige der wilden Geschöpfe frei lässt, droht eine Katastrophe. Bei ihrem Versuch, die Wesen wieder einzufangen, treffen Newt und Jacob auf Tina Goldstein, die sie unterstützt. Doch bald merken sie, dass ihr Vorhaben erschwert wird. Und zwar von Percival Graves, dem Direktor für magische Sicherheit…

Zuallererst möchten wir deutlich machen, dass „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ wesentlich mehr als nur eine aufgewärmte Geschichte ist, um die Harry Potter Kassen klingeln zu hören. Auch wenn das wohl der Grund für die Beliebtheit und die Aufteilung der Verfilmung in fünf Teile ist –  was unserer Meinung immer sehr schwierig und langwierig ist (Kinostart von Teil 2 wird erst 2018 sein). Dennoch ist es empfehlenswert mit der magischen Welt vertraut zu sein, denn einige Begriffe und Zusammenhänge werden in dem Film vorausgesetzt.

Auch wenn die Geschichte auf den typischen Elementen aufbaut (dunkle Mächte bedrohen die Zauberer und die Muggel) ist sie keineswegs langweilig. Stattdessen sind die Ideen so verwinkelt, fantasievoll und detailreich, dass man auch bei „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ das Ende von Beginn an nur schwer voraussagen kann. Bei Handlung und Umsetzung merkt man stark den einzigartigen Einfluss von Joanne K. Rowling und David Yates.

Eddie Redmayne (Newt Scamander) ist wie gemacht für die Rolle. Er liefert eine überragende Leistung ab und überzeugt uns auf ganzer Linie – ebenso wie Colin Farrell (Percival Graves) und Ezra Miller (Credence). Nur mit den weiteren Charakteren (Tina Goldstein, Grindelwald, Seraphina Picquery) haben wir so ein bisschen unsere Schwierigkeiten, da sie in Sachen Authentizität nicht punkten konnten. Die Rolle des Jacob hat die Handlung zwar sehr aufgelockert und definitiv mit Humor bereichert, doch irgendwie war er stellenweise nicht mehr als eine Witzfigur.

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ hat uns dank seiner vielfältigen Elemente sehr gut gefallen, doch trotzdem fehlt etwas. Es mag der fehlende britische Charme sein oder einfach der Funke, der nicht über gesprungen ist. Oder vielleicht einfach, weil wir mit Harry und Co. aufgewachsen sind und deshalb zur späteren Zeit in der magischen Welt eine tiefere Verbindung haben.

Fazit: Ein sehr guter Film, der durch fantasievolle und überraschende, aber auch humorvolle Elemente unterhalten kann. „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ ist gut umgesetzt, sodass wir uns gleich wieder in die magische Welt zurück versetzt fühlten. Lediglich ein paar Schwächen in der Besetzung und der fehlende „Zauber“ führen zu Punktabzug.

9 von 10 Maiskörner

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5 Gedanken zu “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

  1. Mal sehen, ob ich dieses Mal eine Antwort auf meinen Kommentar bekomme 😉
    9 von 10 ist auf jeden Fall ein Wort.
    Fand Eddie Redmayne selbst nicht so überzeugend wie ihr, da mir sein stets gleicher Gesichtsausdruck irgendwann gegen den Strich ging. Von dem her bin ich ganz froh, dass seine Rolle in den Fortsetzungen zurückgeschraubt werden soll.

    Zur Einordnung: wie fandet ihr denn die bisherigen Harry Potter Filme?

    Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Sarah

      Wir sind mit Harry Potter aufgewachsen, sind quasi gleich alt und haben damals sehnsüchtig auf den Brief von Hogwarts gewartet 😀
      Für mich sind die Harry Potter Bücher, aber auch die Filme einzigartig, da sie eine tiefere Bedeutung für mich haben, als irgendein dahergekommener Film. Auch wenn die Filme in ihrer Umsetzung nicht perfekt sein mögen, so sind sie doch eine Abwechslung zum stumpfen Mainstream-Kino und eine solide Verfilmung der Bücher 🙂

      Viele Grüße

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind | FilmkritikenOD

  3. Ist schon witzig wie verschieden die Geschmäcker sind. Ich hätte an einigen Stellen auf das redmaynsche Overacting verzichten können und Dan Fogler mit Alison Sudol mehr Raum gegeben, da der Funke dort übersprang.

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  4. Pingback: Kritik: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – filmexe

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