Sully

Es ist wieder eine wahre Begebenheit. Eine Katastrophe. Aber diesmal mit einem guten Ausgang. „Sully“ (Kinostart: 01. Dezember 2016) erzählt die Geschichte um den Piloten Sullenberger, der mit einer Notlandung im Hudson River, 155 Seelen gerettet hat.

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Nach einem Vogelschlag und dem Ausfall beider Triebwerke müssen sich Pilot „Sully“ und sein Co-Pilot Skiles innerhalb weniger Sekunden entscheiden. Zu einem Flughafen schaffen sie es nicht mehr, also droht nur noch eine Notlandung. Über einer der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt: New York. Vom Volk wird Sully zunächst als Held gefeiert, der mit seiner Notlandung 155 Menschenleben retten konnte, doch bald hat er die Bürokratie im Nacken sitzen. Es werden Untersuchungen zu dem Unfall und der Notlandung eingeleitet, die Sully menschliches Versagen unterstellen. Ein Prozess beginnt, der mehr als nur Fakten berücksichtigen muss. Nämlich die Menschlichkeit.

Es ist eine positive Geschichte über ein Flugzeugunglück in New York. Und das wird stark hervorgehoben, was die Genre-Einteilung in „Biopic“ etwas schwächt. Doch obwohl die Handlung aufgrund der wahren Begebenheiten bekannt ist, schafft es „Sully“ durch einige sehr passend eingebaute Zeitsprünge Spannung zu erzeugen und die Handlung aufzulockern. Außerdem hat der Film, zumindest bei uns, erreicht, dass wir selbst in ein paar Szenen Sully’s Entscheidung hinterfragt haben. Es wird verdeutlicht, dass der Pilot nicht alleine der Held war, sondern das ein komplexes Netzwerk an Rettungskräften das Überleben der Passagiere sicher gestellt hat. Diese Tatsache verleiht dem Film zusätzlich Authentizität und wirkt ergreifend.

Dennoch hat der Film auf uns teilweise etwas zu gewöhnlich gewirkt und wird nur von der starken wahren Begebenheit getragen. Zwar finden wir, dass „Sully“ erst durch Tom Hanks einen gewissen Charme bekommt, doch auch er konnte in dieser Rolle sein Potential nicht vollständig ausschöpfen.

Fazit: Die Geschichte von „Sully“ ist stark, weil sie auf emotional ergreifenden wahren Geschehnissen beruht. Der Film an sich ist allerdings eher Mainstream und wird nur durch Tom Hanks ein Stückchen außergewöhnlich.

7 von 10 Maiskörner

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3 Gedanken zu “Sully

    1. Klar, in beiden Fällen geht es um die Aufklärung eines Flugzeugabsturzes, von daher gibt es sicherlich eine Ähnlichkeit. Der Unterschied liegt aber eher in der Intention der beiden Piloten. Während Flight weniger auf der emotionalen Schiene spielt, hat Sully Dank der wahren Gegenheit und des Piloten, der nur alles richtig machen wollte, einen anderen Eindruck hinterlassen.

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Sully | FilmkritikenOD

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