Vaiana

Nach „Zoomania“ kommt kurz vor Weihnachten der zweite große Disney-Film des Jahres 2016 in die deutschen Kinos. Zum Filmstart in den USA schoss der Film gleich an die Spitze der Kinocharts. Der Erfolg wird dem Film gerecht sagen wir, aber mehr dazu in unserer Kritik zu „Vaiana“ (Kinostart: 22. Dezember 2016). Soviel vorweg: Der Beitrag „Die magischen 10 Maiskörner“ war vielleicht etwas zu voreilig.

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Vaiana ist die Tochter des Motunui-Häuptlings Tui, der zusammen mit seinem Volk auf einer grünen Insel in Frieden lebt. Schon seit ihrer Geburt hat sie ein besonderes Verhältnis zum Meer, doch die Stammesbewohner fürchten die Weite des Ozeans und überschreiten nie die Grenze des Riffs. Doch mit der Zeit verliert die Insel an Fruchtbarkeit, Vaiana sieht keine andere Möglichkeit, als sich mit einem Segelschiff auf die Suche nach der Halbgott-Legende Maui zu machen. Dieser soll, so sagen es Mythen, in der Lage sein, der Insel die Pflanzen- und Tierwelt wieder zurück zu geben. Doch nach und nach merkt Vaiana, warum ihre Stammesgenossen das Meer meiden, denn es ist nicht so friedlich wie direkt vor der Insel.

Disney-Fans kommen bei „Vaiana“ voll auf ihre Kosten. Es wird mit einem goldigen Vorfilm (Herz oder Kopf – Inner Workings) eingeleitet, es wird viel gesungen, es ist lustig und die Story ist sehr detailliert und liebevoll gestaltet. Die Macher des Animationsfilms haben wieder ganze Arbeit geleistet, denn die Effekte und Bildgestaltung sind sehr realistisch und mit Animations- oder Zeichtrickfilmen von vor wenigen Jahren kaum zu vergleichen.

Aber gehen wir etwas mehr ins Detail: Die Charaktere sind zwar nicht sehr tiefgründig, aber durchaus mitfühlenswert dargestellt. Ihre Beweggründe sind, auch das ist wohl typisch Disney, von recht einfacher Natur. In Vaianas Fall wäre das Motto „Geht nicht, gibt’s nicht“ wohl ziemlich angebracht. Aber umso mehr kann man sich auf die Geschichte einlassen, die diesem Weg folgt, auch wenn sie nicht ganz so viele Ausflüge ins Ungewisse macht. Der Humor bleibt bei all der Zielstrebigkeit, die Vaiana an den Tag legt, nicht außen vor. Glücklicherweise sind die Gags aber nicht erzwungen eingebracht, sondern passen sich gut ins Gesamtbild ein.

Der Trailer zeigt im Vorfeld ein gutes Bild von der Stimmung des Films, welcher ein Stück weit von der Kultur des dargestellten Volkes lebt. Die Musik ist sehr einprägsam und bleibt auch noch nach Ende des Films im Ohr. Die Animationen wirken sehr realistisch, manchmal ist der Unterschied zur Realität kaum festzustellen.

Fazit: Ein stimmungsvoller und sehr schöner Film für graue Wintertage. Das Gesamtkonzept aus Geschichte, Charakteren, Musik und Animation ist super.

10 von 10 Maiskörner

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P.S.: Wer den Film vor Ende des Abspanns verlässt, ist selbst schuld.

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Ein Gedanke zu “Vaiana

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