Bob, der Streuner

Das Jahr 2017 beginnt mit einer Buchverfilmung von einem Buch, das auf einer wahren Geschichte basiert. Es geht um den Londoner Ex-Junkie James Bowen, der durch seinen Kater Bob eine neue Chance im Leben bekommen hat. Wir selbst haben alle drei Bücher gelesen und freuen uns schon lange auf den, wohl eher unscheinbaren, Film „Bob, der Streuner“ (Kinostart: 12. Januar 2017).

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Der drogensüchtige und obdachlose James Bowen ist auf Entzug und versucht sich mit Straßenmusik über Wasser zu halten. Dank seiner Betreuerin bekommt er eine Sozialwohnung in einem Londoner Stadtteil zu Verfügung vermittelt, wo er eines Tages einen verwahrlosten, streunenden Kater findet. Obwohl James kaum Geld zum Überleben hat, beschließt er den Kater aufpäppeln und laufen zu lassen, sobald es ihm wieder gut geht. Doch mittlerweile hat der Kater einen Namen, Bob, und weicht James nicht mehr von der Seite. Sie werden Freunde und James hat nun eine Verantwortung, die sein Leben komplett verändern wird.

„Bob, der Streuner“ vereint Elemente aus allen drei Büchern und bringt so nahezu alle Herausforderungen zur Sprache, die darin vorkommen. Allerdings werden sie aufgrund der begrenzten Länge des Films natürlich nicht allzu ausführlich dargestellt. Das macht es allerdings schwer, das wahre Schicksal der Geschichte in seiner ganzen Tiefe rüber zu bringen, ohne klischeehaft zu wirken. Die wahre Story ist wunderschön, aber muss im Film aufpassen, durch die vielen witzigen Momente mit Bob, nicht zu oberflächlich und katzen-komödiantisch zu wirken. Dennoch ist die Handlung vermischt mit der Realität des harten Lebens und schafft es so, den Zuschauer auf ganzer Linie emotional zu berühren, ob durch Freude, Mitleid oder Traurigkeit.

Der Film folgt keiner konkreten Anleitung aus dem Filmlehrbuch und arbeitet deshalb nicht offensichtlich auf einen Höhe- oder Wendepunkt hin, aber dennoch wurde uns in den 100 Minuten nicht langweilig. Luke Treadaway spielt seine Rolle als James wirklich sehr authentisch und mitfühlend. Der Kater Bob wird zum Teil von sich selbst und unterstützend von ein paar weiteren Katzen gespielt, die ihren Job allesamt super machen ;), auch wenn wir zwischendurch die unterschiedlichen Katzen erkannt haben.

Die Geschichte um „Bob, der Streuner“ ist in der Reihe der bekannten Mensch-Tier-Freundschaften irgendwie etwas besonderes. Filmtechnisch kommt es aber nicht an die großen Real-Verfilmungen, wie beispielsweise „Hachiko“ ran.

Fazit: Für Katzen-Fans ist die berührende Geschichte ein absolutes Muss. Für alle anderen ist „Bob, der Streuner“ eine schöne Story, die eben so vor sich hin plätschert.

8 von 10 Maiskörner

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6 Gedanken zu “Bob, der Streuner

    1. Sarah

      Dankeschön 🙂 Ich habe mir deinen Beitrag durchgelesen und muss sagen, dass wir den Film ja wirklich fast gleich bewertet haben – cool! Ich werde mir „Bob, der Streuner“ zufälligerweise noch einmal ansehen und werde da dann auch verstärkt auf die Musik achten!

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Filmkritik: Bob, der Streuner | Ma-Go Filmtipps

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