La La Land

Der Film ist momentan in aller Munde. Mit rund 120 Auszeichnungen, darunter 7 Golden Globes wird „La La Land“ (Kinostart: 12. Januar 2017) mit 14 Oscar-Nominierungen heiß für den höchsten Film-Award gehandelt. Doch ist „La La Land“ nur etwas für Arthouse-Fans oder ist er auch etwas für die breite Masse?

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Mia ist eine leidenschaftliche Schauspielerin, die verzweifelt versucht, einen Auftrag zu bekommen, der sie groß raus bringen wird. Ähnlich ergeht es Sebastian, der als Jazz-Musiker versucht, den Durchbruch zu schaffen. Mia und Sebastian teilen den Traum der ganz großen Bühne, verlieben sich schließlich ineinander und inspirieren sich so gegenseitig. Doch bald stehen sie an einem Punkt, an dem sie bemerken, dass ihre Träume größere Oper fordern und ihre Liebe auf eine harte Probe stellen.

Schon die stimmungsvolle Eingangsszene verrät, dass „La La Land“ von Musik und Tanz lebt. Gesprochen wird nur um Notwendigkeiten zum Verständnis der Handlung zu vermitteln, aber sobald es emotional wird, kommt Musik, Gesang und Tanz hinzu. Und das geschieht auf eine wunderschöne und verzaubernde Art und Weise. Wohingegen wir viele Arthouse-Filme einfach nur skurril finden, haben wir in „La La Land“ die „Art“, also die Kunst, tatsächlich wertgeschätzt.

Natürlich tragen auch die Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone zur Wirkung von Musik und Tanz bei und nehmen uns mit in ihre verträumte Welt. Die beiden spielen sehr authentisch und passen in jeder Situation perfekt in ihre Rollen. Gegen Ende dachten wir kurz, dass der Film in den einfältigen Hollywood-Mainstream abstürzt, doch die beiden Schauspieler haben diesen Moment elegant gerettet und durch Emotionen, Mimik und Gestik ein sehr tiefgründiges Ende geschaffen.

Auch der Schnitt ist bei diesem Film hervorzuheben, da die Szenen sehr raffiniert miteinander verbunden sind. Auf diese Art und Weise bekommt man Einblick in die (Gefühls-)Welten von Mia und Sebastian und erlebt die Tiefe des Films umso besser. Die Schnitte geben dem Film Komplexität und sehr großen Interpretationsspielraum, ohne dabei abstrus zu wirken. Auch die Liebe zum Detail spielt eine große Rolle, wie man beispielsweise an der durchdachten Aufteilung der Handlung in Jahreszeiten erkennt.

Schon der Titel „La La Land“ gibt Hinweis auf die tiefgründige und nicht immer gänzlich realistische Geschichte des Films. So deutet der Titel einerseits auf die Stadt Los Angeles (L.A.) hin, in der der Film spielt, andererseits beschreibt „La La“ auch einfach den träumerischen Zustand, in dem sich die Protagonisten befinden.

Fazit: „La La Land“ hat uns wirklich überrascht. Man muss sich zwar auf die Romantik einlassen, aber dann ist es ein durchaus passendes Gesamtkonzept, welches zu faszinieren weiß. Auch für uns ein heißer Oscar-Kandidat.

9 von 10 Maiskörner

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Ein Gedanke zu “La La Land

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