Mein Blind Date mit dem Leben

Schwere Schicksalsschläge können ein Leben von Grund auf verändern – sie können aber auch dazu beitragen, dass man das Leben aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet. Das zeigt uns auch der Film „Mein Blind Date mit dem Leben“ (Kinostart: 26. Januar 2017), der auf der Geschichte des echten Saliya Kahawatte basiert.

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Bei dem 18-jährigen Saliya läuft alles wie am Schnürchen. Sein Abitur steht kurz bevor und danach hat er schon eine Ausbildung in einem 5-Sterne Hotel in Aussicht, doch dann verliert er durch eine seltene Krankheit plötzlich sein Augenlicht. Davon möchte sich Saliya nicht abhalten lassen und verschweigt zunächst sein Handicap, um seinen Traum vom Hotelfachwirt trotzdem verwirklichen zu können. Nur wenige, darunter sein Freund und Kollege Max, wissen davon und helfen ihm durch den Alltag und die Ausbildung. Doch mit fortschreitender Zeit wird das Risiko immer größer, dass sein mühsam aufgebautes Kartenhaus nun doch in sich zusammenfällt.

Bei „Mein Blind Date mit dem Leben“ haben wir erneut eine Trailer-Problematik. Diesmal verspricht er nicht das Falsche, sondern eher verrät er schon vorab die ganze Handlung, inklusive einer Szene, die wir sogar als Spoiler einstufen würden.

Der Hauptdarsteller Kostja Ullmann macht einen guten Job und dank der cleveren Schnitte und Perspektiven ist es möglich, als Zuschauer, Saliyas Situation einigermaßen nach zu empfinden und mit ihm mit zu fühlen. Gestört hat uns allerdings, die stereotypisierte Darstellung der Krankheit. Es mag vielleicht sein, dass Blinde durch mehr Aufmerksamkeit die anderen Sinne besser wahrnehmen, aber das heißt noch lange nicht, dass sie zu Superhelden werden und ein weit entferntes Gespräch in der Disco hören können. „Mein Blind Date mit dem Leben“ ist ein schöner Feel-Good-Movie, in dem humorvoll mit einem schweren Schicksal umgegangen wird, ohne pietätlos zu wirken, allerdings ist es uns dennoch zwischendurch zu überspitzt bzw. für eine wahre Begebenheit zu unglaubwürdig dargestellt. Für einen deutschen Mainstream-Streifen ist der Film aber tiefgründig und schön anzusehen.

Fazit: Ein kurzweiliger Film für gute Laune und Mitgefühl. Auf jeden Fall sehenswert, wenn auch mit ein paar Schwächen und Logiklücken.

7 von 10 Maiskörner

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Ein Gedanke zu “Mein Blind Date mit dem Leben

  1. Hallo 🙂 Da ihr immer so viel Herzblut und Mühe in eure Blogbeiträge steckt und immer ehrliche Kritiken zu den neusten Filmen veröffentlicht habe ich euch für den ‚Bloggers Recognition Award‘ nominiert 😉 Macht weiter so!

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