John Wick: Kapitel 2

John Wick kennt keine Gnade: In Teil 1 bewies er, dass er statt zu Reden lieber seine Widersacher erschießt. So standen am Ende von Teil 1 ganze 76 Morde auf dem „John Wick Kill Counter“, also rund alle 90 Sekunden einer. „John Wick: Kapitel 2“ (Kinostart: 16. Februar 2017) ist rund 30 Minuten länger als sein Vorgänger. Bedeutet mehr Filmzeit, auch mehr Filmtote?

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Eigentlich will John Wick (Keanu Reeves) nur noch seine Ruhe haben. Doch schon in Teil 1 wird daraus nichts. Er will sich an den Gangstern rächen, die seinen Hund getötet und sein Lieblingsauto geklaut haben. Teil 2 baut auf dem Vorgänger auf, das Vorhaben ein Leben als „Renter“ zu führen, ist noch immer aktuell. Bevor er in Ruhestand geht, will er nur noch seinen geliebten Mustang zurück holen. Doch als alles geregelt scheint, kommt Wicks Killer-Kollege Santino und fordert einen Gefallen ein, den Wick ihm schuldet. Und so macht er sich zu einem letzten Auftrag auf, der allerdings sehr große Kreise zieht.

Der Film, oder besser gesagt John Wick, zögert nicht lange. Gleich zu Beginn wird klar, dass die Fortsetzung seinem Vorgänger-Film was Tote angeht in nichts nachstehen will. Und dieser Kurs wird auch über weite Strecken beibehalten. „John Wick: Kapitel 2“ hält sich nicht mit tiefgründigen Dialogen auf, sondern haut einfach überall drauf. Was das angeht, ist nicht nur der Charakter Wick, sondern auch der Film konsequent.

Zwischen den vielen Schießereien und Kämpfen (die im Übrigen ordentlich choreographiert sind), sind immer mal wieder einige amüsante Szenen verpackt, die die todernste Stimmung etwas auflockern. Doch viel mehr außer einem konstanten Kugelhagel geht nicht. Ab und an wechseln zwar die Spielorte und die Charaktere, aber das bedeutet, dass einfach andere Charaktere an anderen Stellen kämpfen. Wer auf Action steht, kann sich satt sehen. Wer eine Handlung erwartet, sollte keine zu hohen Erwartungen haben.

Im Großen und Ganzen ist die Fortsetzung losgelöst vom ersten Teil und auch ohne Vorkenntnisse gut verständlich. Was in der Fortsetzung aber natürlich nicht fehlen darf: Ein Hund als treuer Wick-Begleiter. Insgesamt eine gelungene Action-Fortsetzung, mehr aber auch nicht. Und um die zu Beginn gestellte Frage zu beantworten: Ja, es sterben wieder unzählige Menschen.

Fazit: John Wick beweist, dass Gewalt durchaus eine Lösung für ein Problem ist. Mit Reden hält er sich nicht lange auf.

5 von 10 Maiskörner

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