Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand

Vor 3 Jahren hat uns der schwedische Film „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ auf skurrile Art und Weise zu Lachen gebracht. Nun gibt es eine Fortsetzung, die anders als der erste Film nicht auf einer Buchvorlage basiert. Kann „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ (Kinostart: 16. März 2017) trotzdem mithalten?

Der Hunderteinjährige.png

Allan Karlsson (Robert Gustafsson) hat nach seinem letzten Abenteuer ausgesorgt: Mit einem Haufen Geld genießen er und seine Freunde die Strände von Bali. Aber alles hat ein Ende – so auch der finanzielle Segen. Zu seinem 101. Geburtstag geht ihnen das Geld aus. Aber eine alte Flasche mit einem Erfrischungsgetränk, der „Folks Soda“, welche Allan seit seiner Spionage-Zeit hat, soll Abhilfe schaffen. Das Getränk sollte der Konkurrent der Sowjetunion zur amerikanischen Cola sein. Natürlich ist Allan an dessen Rezeptur nicht ganz unbeteiligt. Weil die Limo so gut schmeckt, aber Allan das Rezept nicht mehr auswendig weiß, macht sich die illustre Reisegruppe Allan, Julius (Iwar Wiklander), Pike (Jens Hultén) und das kleine Äffchen Erlander auf die Suche nach dem Rezept. Doch sie sind nicht die einzigen, die es auf die Zutatenliste abgesehen haben.

Wie schon im ersten Teil kommt die schwedische Komödie mit einem ellenlangen Titel daher – und wie schon im ersten Teil erklärt sich dessen Bedeutung bereits in den ersten Minuten. Was dann folgt ist ein gespielt unfreiwillig komischer Senioren-Roadtrip mit irren Windungen und Sprüngen aus Allans Leben, die man eigentlich nicht für möglich hält. Hier orientiert sich die Fortsetzung in der Machart stark an ihrem Vorgänger. Doch es war genau dieser Witz, das unglaubliche Leben des damals 100-Jährigen, was den Charme des Films ausgemacht hat.

Im zweiten Teil wird dieser Witz, leider, nur wieder aufgewärmt. Es ist zweifelsohne noch immer charmant, herzerfrischend und phasenweise lustig, aber von der Idee her nicht mehr neu. Wir hätten uns eher auf einen neuen Schwenk und Blick aus Allans Leben gefreut.

Fazit: Sympathische Schauspieler, amüsante Geschichte und eigentlich mehr oder minder das gleiche wie im ersten Teil. Die charmante Idee des 100-Jährigen wird ausgeschlachtet.

6 von 10 Maiskörner

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