Die Schöne und das Biest

Eine unmögliche Liebe zwischen zwei Welten: 1991 brachte Disney einen Animationsfilm in die Kinos, der später zwei Oscars bekommen soll und 2002 sogar in die amerikanische National Film Registry, als besonders erhaltenswert geltender US-Film, aufgenommen wurde. Nun erhält „Die Schöne und das Biest“ eine gleichnamige reale Neuinterpretation (Kinostart: 16. März 2017).

Die Schöne und das Biest

Belle (Emma Watson) führt in einem kleinen französischen Dorf ein mittelprächtiges aber sorgloses Leben: Sie gilt als Außenseiterin, weil sie nicht nur hübsch, sondern auch sehr klug und belesen ist. Dennoch wird sie vom Dorfschönling Gaston (Luke Evans) heftig umgarnt, was sie aber immer wieder abblockt. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als ihr verwitweter Vater Maurice (Kevin Kline) eines Tages bei einer Reise in die Fänge eines Biestes gerät, welches Nahe des Dorfes in einem verwunschenen Schloss lebt. Belle macht sich auf den Weg um ihren Vater zu retten – und opfert sich selbstlos und begibt sich an der Stelle ihres Vaters in die Gefangenschaft. Zu dem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, welches Schicksal sich hinter dem haarigen Biest verbirgt. Denn dieses war einst ein hübscher aber selbstverliebter Prinz, der durch einen Fluch in eine hässliche Gestalt verwandelt wurde. Und nur die wahre Liebe kann ihn retten.

Es gibt bereits so viele Verfilmungen von „Die Schöne und das Biest“. Und auch Disney haut in letzter Zeit eine Klassiker-Realverfilmung nach der anderen raus – da ist es schwer so richtig zu beeindrucken. Die Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ ist, bis auf ein paar abweichende Interpretationen, wohl bekannt. An sich ist sie schön gestaltet mit viel Liebe zum Detail. Auch Emma Watson passt hervorragend in die Rolle der zarten Belle und es hat einfach nur Spaß gemacht ihr zuzuschauen. Das Biest hingegen ist unserer Meinung nach (mit diesem ständigen Schmollmund) etwas plump gestaltet und charakterlich sehr schwach dargestellt – die Entwicklung vom Bösewicht zum liebenswerten Prinz konnte uns nicht so wirklich abholen und auch den Hippie-Prinzen am Ende konnten wir irgendwie nicht so richtig ernst nehmen.

Gesungen wurde viel, was auch die größte Schwachstelle bei diesem Film war: Die wiedermal eingedeutschten Lieder, denn vor allem hier hat es gewaltig an der Synchronisation gehapert. Teilweise war es nahezu schmerzhaft die unpassenden Lippenbewegungen anzusehen.

Fazit: Ein Klassiker, passabel verfilmt, jedoch ohne groß Emotionen zu wecken. Über die Grundgeschichte von „Die Schöne und das Biest“ lässt sich streiten, unser Disney-Liebling ist es nicht, aber das hat ja nichts mit der Qualität dieses Films zu tun. Wenn möglich, den Streifen in der OV sehen, denn die Synchonisation ist leider mangelhaft.

5 von 10 Maiskörner

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3 Gedanken zu “Die Schöne und das Biest

  1. Schöne Kritik. Kann man in weiten Teilen nur zustimmen. Wenngleich bei uns der Zauber dann doch mehr ankam als bei euch. Aber was wirklich stört – und da geben wir euch völlig recht – ist die Synchro beim Singen. Mann, hat das genervt. Muss den Film dringend noch mal auf englisch sehen.

    Gefällt 2 Personen

  2. Sehr interessante Kritik!
    Ich finde es sehr schwierig die alten Klassiker immer wieder neu herauszubringen… Da ich schon immer ein großer Fan von der Schönen und Das Biest bin, war ich besonders kritisch, als ich von dem Remake gelesen habe. Die Besetzung und Tatsache, dass es ein Disney Film bleibt hat mich aber doch neugierig und positiv gestimmt🙂 Da ich in der OV war, kann ich zur Synchronisation leider nichts sagen. Ich denke aber, dass es wirklich sehr viel dazu beiträgt, ob ein Film verzaubert oder nicht! In der englischen Fassung würde ich sehr positiv überrascht und von dem Charm, welchen der ursprüngliche Film schon hatte, abgeholt. Besonders Emma Watson als Belle hat mich überzeugt, auch mit ihrer Stimme! Das Biest konnte nicht besonders hervorstechen, viel aber auch nicht negativ auf.
    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Geschwafel und vielleicht interessant zu hören, wie (zumindest bei mir) die nicht übersetzte Version ankam 🙂

    Gefällt 2 Personen

  3. Ich mag dieses Märchen einfach und habe auch das Original 1991 gesehen. Besonders die Lieder haben mir den einen oder anderen Gänsehautmoment geschenkt. Natürlich ist es schwierig, an alte Erfolge mit Neuverfilmungen anzuknüpfen, aber real verfilmt, wirkt ein Märchen nochmals eine Spur magischer, finde ich. Die Besetzung hat gut gepasst. Viel Neues gab es nicht, war aber auch nicht meine Erwartung an den Film. Das Biest hat mir real sogar besser gefallen als die Zeichentrickversion.

    Liebe Grüße,
    Caroline

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