What happened to Monday?

Die Welt ist völlig aus dem Gleichgewicht gebracht: Die Menschheit wächst und wächst – das ist keine völlig an den Haaren herbeigezogene Vorstellung. Wie das Leben und vor allem der Kampf darum in Zukunft aussehen kann, zeigt „What happened to Monday?“ (Kinostart: 12. Oktober).

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Großvater Terrence (Willem Dafoe) übernimmt in einer dramatisch übervölkerten Welt die Erziehung seiner insgesamt sieben Enkel. Eigentlich dürfte er nur ein Kind behalten, die anderen sollten dem Kinder-Zuteilungsbüro gemeldet werden und anschließend in einen über Jahre andauernden Schlaf versetzt werden – solange, bis es der Erde wieder besser geht. Terrence sträubt sich aber dagegen und entwickelt seine eigene Strategie: Er benennt die sieben Kinder (alle gespielt von Noomi Rapace) nach Wochentagen. Alle geben sich als die Person Karen Settman aus, nur dass sie an jedem Tag der Woche von einer anderen Schwester verkörpert wird. Das geht gut, bis eines Tages Monday nicht mehr zurück kommt…

Eine Ein-Kind-Politik, wie sie im Film beschrieben wird, ist nicht frei erfunden: Bis Oktober 2015 wurde eine solche in China tatsächlich gelebt – nur wurde sie mittlerweile wieder eingestellt, damit die chinesische Bevölkerung als solche nicht ausstirbt. Doch von 1979 bis 2015 wurden Einzelkinder beispielsweise in Ausbildung und bei der Wohnungsvergabe bevorzugt.

Auch der Film „What happened to Monday“ versucht gleich zu Beginn einen realen Bezug aufzubauen, indem Nachrichtenbilder von Hungersnöten, Umweltkatastrophen und vor allem von vielen Menschen zeigt. Dieser Einstieg gibt insbesondere der ersten Hälfte des Films einen besonders realistischen Touch.

Gerade in der zweiten Hälfte kippt aber der Film, weg von einem Drama und hin zu einem explosions- und totenreichen Actionstreifen. Das rechtfertigt dann die Abzüge in der Note: Wir hätten uns nach dem starken Start des Films auch ein dramatisches Ende gewünscht.

Lobend zu erwähnen ist aber vor allem der Auftritt von Noomi Rapace: Sie spielte alle sieben Kinder – und gerade die Szenen in welchen alle sieben zu sehen sind, sind sehr gut gemacht. Es fällt kaum auf, dass die Bilder zusammen geschnitten wurden, der Eindruck von den sieben verschiedenen Töchtern ist aus unserer Sicht gelungen.

Fazit: Erst Drama, dann Action – quasi zwei Filme in einem. Eine Richtung hätte „What happened to Monday“ aber besser getan. Dennoch ein gelungener Film was den Realitäts-Bezug und vor allem die siebenfache Noomi Rapace angeht.

6 von 10 Maiskörner

 

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