Good Time

Er kann auch anders: Der Twilight-Vampir Edward, gespielt von Robert Pattinson, zeigt sich in „Good Time“ (Kinostart: 2. November 2017) von einer neuen Seite. Problem nur: Diese Seite kann im Film gar nicht überzeugen – was aber auch am Drehbuch liegt. Doch eins nach dem anderen:

Good Time

Nick (Ben Safdie) ist geistig behindert und in einer Behandlung. Doch das passt dem Kleinganoven Connie Nikas (Robert Pattinson) gar nicht. Daher holt er seinen Bruder aus der Therapie und raubt stattdessen mit ihm eine Bank aus. Der Überfall geht schief und Nick landet im Knast. Connie Nikas hat nun ein entsprechend schlechtes Gewissen, da er nicht an der Inhaftierung des Bruders nicht unschuldig ist. Er versucht ihn daher aus dem Gefängnis zu befreien, bevor Nick dort aufgrund seiner Behinderung zu sehr aneckt und ihm etwas geschieht.

Wir entscheiden uns mittlerweile relativ bewusst für oder gegen einen Film – und hören dabei beispielsweise auf Freunde und Bekannte aus dem Filmkenner-Kreis, oder auf Kritiken von „Experten“ auf den großen, einschlägigen Portalen. In diesem Fall hat uns der Film nach dem Schauen des Trailers nicht wirklich zugesagt – haben uns aber dann nach Zureden durch Dritte doch für einen Besuch entscheiden. Künftig sollten wir wieder mehr auf unser Bauchgefühl hören.

Für uns war der Film leider alles andere als eine „Good Time“. Wie wir nicht müde werden zu betonen, legen wir bei unseren Kinobesuchen weniger viel Wert auf die Kunst, die hinter einem Film steckt, sondern mehr auf den Inhalt und die vordergründige Machart des Films. Das mag vielleicht auf den ersten Blick oberflächlich klingen, doch so hat sich unser Geschmack entwickelt. Das Problem nun bei „Good Time“: Der Film möchte ein Gangsterthriller sein, ist aber aus unserer Sicht mehr ein Arthouse-Krimi. Das stellt sich beispielsweise dar, durch extrem lange, langsame und langweilige Sequenzen, oder durch abgefahrene, laute und irgendwie nervige Musik oder Dialoge und Szenen, die einem mit einem „Hä?“ auf den Lippen zurücklassen.

Es ist das Gesamtpaket, welches nicht wirklich zusammenpasst, obwohl die Grundidee eigentlich ganz interessant gewesen wäre: Möchtegern-Ganove reitet geistig behinderten Bruder in die Scheiße und muss ihn irgendwie wieder rausholen. Stattdessen zeigt sich ein Möchtegern-Ganove, der ewig durch die Weltgeschichte gondelt, während die Story auf ein unvermeidliches Ende zuläuft. Warum das eine „Good Time“ ist, können wir leider nicht wirklich sagen.

Fazit: Langatmiger und irgendwie abgefahrener Film, der sich uns leider nicht wirklich erschlossen hat. Uns hat „Good Time“ nicht abgeholt. Die vielgelobte Atmosphäre scheint an uns vorbei gegangen zu sein.

3 von 10 Maiskörner

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4 Gedanken zu “Good Time

  1. Pingback: Blogger Recognition Award | Ma-Go Filmtipps

  2. Klingt ja nicht so berauschend…bei mir wäre er auf der Watchlist für den November gewesen aber wie das nun mal manchmal so ist konnte sich kein Kino in meiner Nähe dazu durchringen den Film ins Programm zu nehmen 😒. Nach deiner Rezension war das aber vielleicht doch ganz gut so😉

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    1. Das war einer der Filme, zu dem wir erst im Anschluss an den Kinobesuch andere Meinungen gelesen haben – und waren echt überrascht, wie positiv und gut der Film überall weg kommt. Also entweder wir hatten einen schlechten Tag (was ich bezweifel, weil auch einige Besucher vorzeitig die Sneak verlassen haben!), oder das ist der klassische Art-House-Film, für den wir einfach keine Begeisterung aufbringen können 😀

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      1. Seit ich mit dem Bloggen angefangen hab versuch ich im Vorfeld sowieso so wenig wie möglich über Filme zu lesen die ich auch sehen will um mir unvoreingenommen eine Meinung bilden zu können und mir ging es auch schon einige Male so, dass ich dann im Nachhinein erstaunt war über die positiven Stimmen zi dem Film…zB erst letztens bei Borg/McEnroe

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