Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft!

Hinter dem etwas lang geratenen Titel steckt eine deutsche Familienkomödie über den Jungen Felix, der bereits von mehreren Schulen geflogen ist und dem nur noch eine letzte Chance bleibt. Doch schon am ersten Tag macht er sich bei seiner Lehrerin unbeliebt und hetzt zu allem Übel auch noch die „Coolen“ der Klasse gegen sich auf. Als Felix eine Mutprobe absolviert und während des Einbruchs in das alte und spukende Lehrerzimmer auf seine verhasste Lehrerin trifft, geschieht etwas Magisches und sie schrumpft. Ab jetzt hat Felix die Macht über sie und ein Abenteuer beginnt…

„Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ (Kinostart: 17.12.2015) ist geprägt von übertriebenen Soundeffekten und überzogenen Schauspiel-„Künsten“. Die Geschichte ist mal etwas anderes, abwechslungsreich und eine Art modernes Märchen. Kinder werden bei diesem Film auf jeden Fall ihren Spaß haben, da es besonders viele Möglichkeiten gibt, sich mit der Hauptfigur Felix und seinen Freunden zu identifizieren. Obwohl viele Kinderfilme auch für Erwachsene empfehlenswert sind, haben wir uns hier nur wenig unterhalten gefühlt. Die Handlung ist nett, allerdings sehr vorhersehbar und birgt keinerlei Überraschungen – auch der Gastauftritt von Otto Waalkes kann da nichts retten.

Fazit: Ein anständiger Film mit einer netten Geschichte, um Kindern eine Freude zu machen. Letztendlich aber nicht mehr als ein netter Sat1-Film.

5 von 10 Maiskörnern.

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Krampus

Passend zur ersten Adventswoche kommt ein Weihnachtsfilm in die Kinos: „Krampus“ (Kinostart: 3. Dezember 2015). Aber auch wenn die ersten Szenen ein mehr oder weniger feierlich-freundlichen Film versprechen, ist es ein Anti-Feiertagsfilm.

Weihnacht, das Fest der Besinnlichkeit und der Familie. Vielerorts tritt die wahre Bedeutung allerdings immer mehr in den Hintergrund, das Konsumdenken und der Egoismus in den Vordergrund, wie auch bei Max und seiner Verwandtschaft. Die gesamte Familie kommt zusammen und nörgelt und zofft sich ohne Unterbrechung. Max gibt die Hoffnung auf ein friedliches Fest und damit den Glauben an den Weihnachtsmann auf. Deswegen macht sich dann der dunkle Schatten des Manns mit Rauschebart auf, um der garstigen Familie einen Besuch abzustatten.

An sich steckt hinter dem Film eine nette und etwas andere Idee. Im Mittelpunkt steht nicht die überzeichnete und chaotische Freude der Feiertage. Die Umsetzung lässt allerdings zu wünschen übrig. „Krampus“ tut sich schwer, die Zuschauern in Angst und Schrecken zu versetzen. Statt Angstschreie waren mehr Lachanfälle im Kinosaal über die „gruseligen“ Rächer der Weihnacht zu hören. Auch das Wetter nervt mehr, als dass es eine schaurige Atmosphäre zaubert: Dunkle Nacht und fast im Sekundentakt Blitze. Auf Dauer eine Belastung für die Augen, und das obwohl wir jetzt wirklich nicht empfindlich sind, was das angeht. Auch das große Finale am Ende konnte das Fazit wirklich nicht in die Höhe reißen.

Fazit: Nette Idee, aber mehr nicht. Die Umsetzung von Krampus an sich ist das einzige, was den Zuschauer einen Schrecken versetzt.
3 von 10 Maiskörner

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