Der Spion und sein Bruder

Die Filme von Sacha Baron Cohen sind mittlerweile berühmt, aber nicht für ihre tiefgründige und anspruchsvolle Story. An sich sind das ja beste Voraussetzungen für einen Popcornfilme in seiner Definition als einfaches Unterhaltungskino. Ob diesem Anspruch der Film „Der Spion und sein Bruder“ (Kinostart: 10. März 2016) gerecht wird?

Der Spion und sein Bruder

Der einfach gestrickte Nobby (Cohen) lebt in einer kleinen Hafenstadt in England gemeinsam mit seiner Frau und unzähligen Kindern. Sein Bruder Sebastian (Mark Strong) hat er im Kindesalter aus den Augen verloren, doch durch Zufall entdeckt er ihn wieder. Sebastian ist mittlerweile Geheimagent beim MI6 und das Zusammentreffen passt ihm gerade überhaupt nicht in den Kram. Denn er ist gerade dabei ein Attentat zu vereiteln, welches die gesamte Welt bedroht. Und dann rückt Sebastian auf einmal selbst ins Visier des britischen Geheimdienstes.

Top 10 der Popcornfilme 2015

Wir haben gezählt. 2015 haben wir 75 Kino-Neustarts der unterschiedlichsten Genres gesehen. Daraus haben wir die, unserer Meinung nach, 10 besten Filme des Jahres ausgewählt und möchten euch diese im Folgenden kurz vorstellen.

Viel Spaß beim Schwelgen in Erinnerungen und dem nächsten DVD-Kauf!

Platz 10:      The Walk i28^cimgpsh_orig

Der Film über einen französischen Hochseilkünstler mit dem ganz außergewöhnlichen Traum zwischen den Twin Towers auf einem Seil zu balancieren, punktet vor allem durch die grandiosen 3D-Effekte. Ansonsten eine eher seichte Geschichte.

Platz 9:         Jurassic World Jurassic World

In Jurassic World wurden die Animationen extrem gut umgesetzt. Die Dinosaurier waren kein Fremdkörper, sondern perfekt animiert und in die Landschaft bzw. Handlung integriert. Die Geschichte ist nett, spannend und birgt vor allem gegen Ende einige überzeugende Actionszenen.

Platz 8:         Star Wars – Das Erwachen der Macht Star Wars

Einer der meisterwartetstens Filmstarts des Jahres: Kaum ein Film wurde so gehypt. Eine Gruppe von Widerständlern stellen sich gegen die Regierung „Erste Ordnung“. Teurer Film, dem man die Kosten auch ansieht. Insgesamt solide gut gemacht, ohne Überraschungen.

 

Platz 7:         Fast and Furious 7Fast 7

Der siebte Teil der Filme über hübsche Frauen und schnelle Autos berührt vor allem durch den Umgang mit dem vorzeitigen Tod von Schauspieler Paul Walker. Die Handlung ist actionreich und voller Vergeltung. Die Hommage an Paul Walker grandios.

Platz 6:         James Bond 007: Spectre Spectre

Ein Film, der vielen Erwartungen gerecht werden musste. Die Handlung ist typisch für einen Agentenfilm: Feind erkennen, suchen und eliminieren. Und all das mit dem besonderen Etwas: James Bond halt. Doch in „Spectre“ will die Spannung nicht so wirklich aufkommen.


Platz  5:
        Alles steht Kopf Alles steht Kopf

Die kleine Riley ist voller gemischter Gefühle. Ihre Gefühle: Wut, Angst, Freude, Ekel und Kummer, die in ihrem Kopf ihr Wohlbefinden steuern und ihre Erinnerungen verwalten… Bis einige Turbulenzen aufkommen. „Alles steht Kopf“ ist ein toller, spannender und tiefgründiger Film – durchaus auch für Erwachsene empfehlenswert.

Platz 4:         Imitation Game Imitation Game

Der britische Geheimdienst wird auf das mathematische Talent von Alan Turing aufmerksam. Alan soll die Kommunikation der Deutschen während des Zweiten Weltkriegs entschlüsseln…woran anfangs niemand glaubt, entwickelt sich zu etwas Unglaublichem. Ein sehr guter, spannender und berührender Film.

Platz 3:         Everest Everest

Der Bergsteiger Rob Hall veranstaltet Touren für Amateure auf den Everest.  Doch während dem Aufstieg zum Gipfel gerät die Truppe in einen Schneesturm und somit in tödliche Gefahr. Eindrucksvolle Bilder und eine wahre Geschichte mit tiefgehenden Momenten. Sozusagen ein Geheimtipp!

Platz 2:         Der Marsianer – Rettet Mark WatneyMarsianer

Mark Watney bleibt nach einem spontanen Aufbruch seines Forschungsteams versehentlich alleine auf dem Mars zurück. Ohne Kommunikationsmöglichkeiten versucht er mit dem zu überleben, was er hat. Und er wird kreativ! Ein interessanter, spannender, beeindruckender und teils auch witziger Film mit einer sehr guten Schauspielleistung von Matt Damon.

Platz 1:          Kingsman Kingsman

Ein polarisierender Agentenfilm der etwas anderen Art. Eggsy, ein Junge aus dem Londoner Ghetto, wird in das Recruiting-Programm des Geheimdiensts der Kingsmen aufgenommen, wo er einige Herausforderungen meistern muss. Ein moderner Film mit erfrischenden Szenen, einzigartigem Humor und einer tollen Atmosphäre.

Quellen: 20th Century Fox, Universal, SquareOne Entertainment, Walt Disney, Sony, MGM


 

Da wir aber jetzt nicht weiter in der Vergangenheit wühlen möchten, seht ihr übermorgen eine Übersicht der Filme, auf die wir uns im Jahr 2016 besonders freuen!

Lasst uns doch wissen, welcher Film euch 2015 am besten gefallen hat.

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James Bond 007: Spectre

Es ist einer der meisterwartetsten Neustarts des Jahres: Der voraussichtliche Abschluss der Tetralogie mit Daniel Craig als James Bond. Mit Casino Royal, Ein Quantum Trost und vor allem mit Skyfall wurde die Latte an Erwartungen ziemlich hoch gelegt. James Bond 007: Spectre (Kinostart: 5. November 2015) schließt inhaltlich den Kreis zu den Vorgänger-Filmen.

Der Handlungsstrang dürfte jedem, der die Teaser-Texte zum Film gelesen hat, ziemlich klar sein. Bond erkennt den Feind, sucht ihn und versucht ihn zu eleminieren. Eine Handlung, wie sie in vielen Agenten-Filmen genau so gezeigt wird. Der Unterschied bei Bond ist allerdings die besondere Atmoshphäre: Der feine Dress, teure Autos, schöne Frauen. Bond wird als Edel-Agent dargestellt, der sich zwar nicht scheut die Hände dreckig zu machen, aber stets den Stil behält. Diese Stimmung drückt auch der neuste Bond-Film aus. An Action wird nicht gegeizt, Leidenschaft liegt in der Luft, das Ziel wird aber nicht aus den Augen verloren.

Eigentlich ist alles für einen gelungenen Kinoabend gegeben. Es gibt allerdings einen Haken: Der Spannungsbogen will einfach nicht auf den Zuschauer überschlagen. Durch die gewohnt schnellen Schnitte und Kampfszenen fühlten wir uns zwar schon, als wären wir Mitten im Getümmel, aber die aussergewöhnliche Note fehlt einfach. Daher bleibt der 24.-007 hinter Skyfall zurück, ist aber dennoch sehr nett anzusehen.

Der Kreis schließt sich, der „Endgegner“ wartet auf Daniel Craig. Eigentlich beste Voraussetzungen für einen mitreißenden Film. Eine Stimmung beim Zuschauen wie beim Vorgänger Skyfall kam allerdings nicht auf.

Fazit: 8 von 10 Maiskörnern