Der geilste Tag

Zwei Todkranke, die sich auf einen Road Trip machen, um nochmal so richtig auf den Putz zu hauen und etwas zu erleben. Darum geht es im neuen Streifen von Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz: „Der geilste Tag“ – seit dem 25. Februar im Kino.

Der Geilste Tag

Der lungenkranke und sensible Andi wartet bereits seit Jahren vergebens auf eine Lunge. Er bloggt über den Verlauf seiner Krankheit, doch das nur wenig erfolgreich. Bis Benno im Hospiz-Zimmer neben ihm einzieht – charakterlich genau das Gegenteil, doch gerade deswegen stellt Benno das Leben von Andi grundlegend auf den Kopf. Er möchte zusammen mit ihm etwas hinterlassen, etwas woran sich die Leute auch nach ihrem Tod noch erinnern. So beschaffen sie sich Geld und machen sich auf die Reise – auf die Reise, vor dem Tod den geilsten Tag zu erleben.

Creed – Rocky’s Legacy

Rocky Balboas beste Jahre liegen hinter ihm und eigentlich hat er seine Boxhandschuhe an den Nagel gehängt. Doch das ist kein Grund, die erfolgreiche Drama-Reihe zu beenden. In Creed (Im Kino seit: 14. Januar 2016) tritt aber Sylvester Stallone mehr in den Hintergrund und macht den Weg frei für eine neue Legende.

Apollo Creed, einst ein erbitterter Gegner von Balboa, stirbt, bevor sein Sohn Adonis Johnson ihn kennen lernen kann. Dennoch hat er das Boxer-Gen in sich und entschließt sich seinen Büro-Job zu kündigen und ein neues Leben in Philadelphia zu beginnen. Dort trifft er auf den alternden Rocky und kann ihn überzeugen, ihn fit für den Ring zu machen. Bewusst will er sich von seinem Vater lösen und sich selbst eine Namen in der Sportwelt machen und scheut davor auch nicht vor vermeintlich unmöglichen Gegnern zurück.

Ich bin dann mal weg

Um die Jahrtausendwende sieht es nicht gut aus um den gesundheitlichen Zustand von Komiker Hape Kerkeling. Nachdem auch der Arzt ihm zu einer Auszeit rät, beschließt er im Sommer 2001 eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Spanien zu machen. Seine Erfahrungen veröffentlichte er 2006 im Buch „Ich bin dann mal weg“. Jetzt, neun Jahre später, erscheint der gleichnamige Kinofilm (Kinostart: 24.12.2015).

Auf seiner Reise sieht sich Kerkeling mit psychischen und physischen Problemen konfrontiert: Er ist untrainiert und sich noch nicht einmal im Klaren, welches persönliches Ziel er überhaupt erreichen will. Während seiner Wanderung lernt er aber sich selbst und seinen Glauben besser kennen.

Was sich in der Inhaltsbeschreibung nach einer übersinnlichen Geschichte anhört… ist es auch im Film. Natürlich steht die Person des Hape Kerkeling im Mittelpunkt, der seine Gedanken gegenüber den Mitreisenden äußert oder, wenn niemand da ist, als Gedankenmonolog aus dem Off mitteilt. So erlebt der Zuschauer, wie sich die Einstellung von Kerkeling im Laufe der Zeit verändert. Im Mittelpunkt des gesamten Films steht also nur dieses eine Thema.
Da Kerkeling in Deutschland eine durchaus bekannte Person ist, fällt es auf, dass nicht er, sondern mit Devid Striesow nur eine äußerlich ähnliche Person die Hauptrolle spielt. Wer sich auf die Gedankengänge im Film einlässt, sieht einen interessanten Film. Auch die in Kerkelings Natur liegende Komik kommt zu Tage, aber nur in einem begrenzten Rahmen.

Fazit: Ganz unterhaltsam, aber eine starke Fokussierung auf die Besinnung des Lebens.

6 von 10 Maiskörnern

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